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Die Borsig 7794 Dampfspeicherlokomotive Südkabel 120 (der Süddeutsche Kabelwerke AG, Mannheim) am 30.04.2017 im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen.

(ID 647618)


Die Borsig 7794 Dampfspeicherlokomotive Südkabel 120 (der Süddeutsche Kabelwerke AG, Mannheim) am 30.04.2017 im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen.  Die Lok wurde 1910 von Borsig in Berlin-Tegel unter der Fabriknummer 7794 gebaut.

Dampfspeicherlokomotiven steilen eine Sonderbauart von Dampflokomotiven dar, da die Kesselbauform und dessen Funktionsweise von der der klassischen Dampflokomotiven abweicht. Der Kessel einer Dampfspeicherlok besitzt keine Feuerbüchse mit einem brennenden Feuer und so ist es auch nicht möglich, den Dampf an Bord der Maschine zu erzeugen Typisch dafür ist auch der fehlende Schornstein Dampfspeicherlokomotiven werden z.B. dort eingesetzt, wo wegen Explosionsgefahr kein Feuer erlaubt ist, beispielsweise in Raffinerien oder Sprengstoffwerken. Der Dampf wird in einer stationären Kesselanlage erzeugt und der Lokomotive zugeführt, die Lok also regelrecht ,,mit Dampf betankt . Dies lässt auch auf das weitere Einsatzgebiet derartiger Maschinen schließen. In Betrieben, wo aus produktionstechnischen Gründen viel Dampf anfällt, lohnt der Einsatz von Dampfspeicherlokomotiven, da der Dampf sozusagen kostenlos zur Verfügung steht. 

Der Kessel der ,,Südkabel 120  ist ein sogenannter Ruth'scher Dampfspeicher. Beim Füllvorgang wird in den teilweise mit heißem Wasser gefüllte Kessel Dampf mit einem Druck bis zu 12 bar eingelassen. Hierbei wird die Fähigkeit des Wassers ausgenutzt, große Mengen Dampf speichern zu können. Sink beim Betrieb der Druck im Kessel durch Dampfentnahme, so entweicht neuer Dampf aus dem heißen Wasser. So kann eine Dampfspeicherlokomotive mehrere Stunden Dienst leisten, bis der Kessel erschöpft und wieder betankt werden muss.
Weiterhin typisch für Dampfspeicherlokomotiven sind die unter dem Führerhaus angebrachten Zylinder, da so die Wege der Rohrleitungen von der Dampfentnahme aus dem Kessel bis zum Zylinder möglichst kurz gehalten werden können, um eine zu starke Abkühlung des Dampfes und damit den Niederschlag von Wasser in den Zylindern zu verhindern.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.435 mm
Achsfolge: B
Länge über Puffer: 6.000 mm
Treibraddurchmesser: 850 mm

Die Borsig 7794 Dampfspeicherlokomotive Südkabel 120 (der Süddeutsche Kabelwerke AG, Mannheim) am 30.04.2017 im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen. Die Lok wurde 1910 von Borsig in Berlin-Tegel unter der Fabriknummer 7794 gebaut.

Dampfspeicherlokomotiven steilen eine Sonderbauart von Dampflokomotiven dar, da die Kesselbauform und dessen Funktionsweise von der der klassischen Dampflokomotiven abweicht. Der Kessel einer Dampfspeicherlok besitzt keine Feuerbüchse mit einem brennenden Feuer und so ist es auch nicht möglich, den Dampf an Bord der Maschine zu erzeugen Typisch dafür ist auch der fehlende Schornstein Dampfspeicherlokomotiven werden z.B. dort eingesetzt, wo wegen Explosionsgefahr kein Feuer erlaubt ist, beispielsweise in Raffinerien oder Sprengstoffwerken. Der Dampf wird in einer stationären Kesselanlage erzeugt und der Lokomotive zugeführt, die Lok also regelrecht ,,mit Dampf betankt". Dies lässt auch auf das weitere Einsatzgebiet derartiger Maschinen schließen. In Betrieben, wo aus produktionstechnischen Gründen viel Dampf anfällt, lohnt der Einsatz von Dampfspeicherlokomotiven, da der Dampf sozusagen kostenlos zur Verfügung steht.

Der Kessel der ,,Südkabel 120" ist ein sogenannter Ruth'scher Dampfspeicher. Beim Füllvorgang wird in den teilweise mit heißem Wasser gefüllte Kessel Dampf mit einem Druck bis zu 12 bar eingelassen. Hierbei wird die Fähigkeit des Wassers ausgenutzt, große Mengen Dampf speichern zu können. Sink beim Betrieb der Druck im Kessel durch Dampfentnahme, so entweicht neuer Dampf aus dem heißen Wasser. So kann eine Dampfspeicherlokomotive mehrere Stunden Dienst leisten, bis der Kessel erschöpft und wieder betankt werden muss.
Weiterhin typisch für Dampfspeicherlokomotiven sind die unter dem Führerhaus angebrachten Zylinder, da so die Wege der Rohrleitungen von der Dampfentnahme aus dem Kessel bis zum Zylinder möglichst kurz gehalten werden können, um eine zu starke Abkühlung des Dampfes und damit den Niederschlag von Wasser in den Zylindern zu verhindern.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.435 mm
Achsfolge: B
Länge über Puffer: 6.000 mm
Treibraddurchmesser: 850 mm

Armin Schwarz 10.02.2019, 862 Aufrufe, 0 Kommentare

EXIF: Canon Canon EOS 6D, Belichtungsdauer: 1/100, Blende: 10/1, ISO100, Brennweite: 35/1

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Die Dampfspeicherlokomotive, ex MRW - Mannesmannröhren-Werke AG Nr. 2, am 05 Juni 2011 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen.

Diese Lok wurde 1938 von Henschel in Kassel unter der Fabriknummer 24370, da war sie aber noch eine Kohle befeuerte Dampflok vom Henschel Typ Minister Stein. Sie wurde an die Mannesmannröhren-Werke AG ausgeliefert ging zum Einsatz an die Zeche Consolidation in Gelsenkirchen, dessen Eigentümer die MRW war. Im 1958 ging die Lok zum Umbau an die Henschel-Werke GmbH in Kassel, wo sie dann in eine Dampfspeicherlok (System Gilli) umgebaut wurde. Den neuen Kessel stellten die Mannesmannwerke (Fabriknummer 68957-2 / Bj. 1958) bei. Nach dem Umbau ging es wieder zurück an die Mannesmann AG, bis sie 1970 zur RAG - Ruhrkohle AG (BAG Gelsenkirchen) kam und als D-502 bezeichnet wurde. 1974 wurde sie an die Rütgers-Werke AG in Castrop-Rauxel verkauft, wo sie noch bis 1993 lief. Im Jahr 1997 ging an das WIM - Westfälisches Industriemuseum (Henrichshütte in Hattingen), seit 2007 LWL Industriemuseum Westf. Landesmuseum für Industriekultur.

Dampfspeicherlokomotiven:
Die feuerlose Lokomotive behielt lediglich das Fahrwerk. Die Aufbauten wurden gedreht, das Führerhaus wurde über den Zylindern und der Kessel davor aufgebaut. Technisch war es eine Hochdruckspeicherlokomotive mit einem Dampfdruck von 50 bar (50 kg/cm²) im Kessel. Entworfen war dieses System nach Prof. Gilli. Die Dampfspeicherlok wird zu 2/3 (hier 12,51 m³) mit siedendem Wasser gefüllt und dann mit hohem Dampfdruck beaufschlagt. Durch das druckdichte System überhitzt der Dampf das Wasser (bei 25 bar Dampfdruck beträgt die Wassertemperatur 224°C). Im Betrieb wird zunächst der zugeführte Dampf verbraucht. Da das Wasser aber überhitzt ist, wird stetig neuer Dampf erzeugt. Der aus dem Hochdruck entnommene Dampf wird auf den Betriebsdruck von 13 bar reduziert und dann der Dampfmaschine (den beiden Zylindern) zugeführt.

In einer 8h-Schicht brauchte die Lok drei Füllungen. Höchstleistung mit einer Füllung waren so 354 t auf 12,2 km. 

TECHNISCHE DATEN nach Umbau:
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Gesamtradstand 3.100 mm
Treibrad-Ø: 1.100 mm (neu)
Zylinder-Ø: 540 mm
Wasserraum: 12,51 m³
Dampfraum: 1,4 m³
Speicherdruck: 50 kg/cm
Arbeitsdruck: 13 kg/cm
Zugkraft: 14.250 kg
Leergewicht: 46.620 kg
Dienstgewicht: 56.215 kg
Die Dampfspeicherlokomotive, ex MRW - Mannesmannröhren-Werke AG Nr. 2, am 05 Juni 2011 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen. Diese Lok wurde 1938 von Henschel in Kassel unter der Fabriknummer 24370, da war sie aber noch eine Kohle befeuerte Dampflok vom Henschel Typ Minister Stein. Sie wurde an die Mannesmannröhren-Werke AG ausgeliefert ging zum Einsatz an die Zeche Consolidation in Gelsenkirchen, dessen Eigentümer die MRW war. Im 1958 ging die Lok zum Umbau an die Henschel-Werke GmbH in Kassel, wo sie dann in eine Dampfspeicherlok (System Gilli) umgebaut wurde. Den neuen Kessel stellten die Mannesmannwerke (Fabriknummer 68957-2 / Bj. 1958) bei. Nach dem Umbau ging es wieder zurück an die Mannesmann AG, bis sie 1970 zur RAG - Ruhrkohle AG (BAG Gelsenkirchen) kam und als D-502 bezeichnet wurde. 1974 wurde sie an die Rütgers-Werke AG in Castrop-Rauxel verkauft, wo sie noch bis 1993 lief. Im Jahr 1997 ging an das WIM - Westfälisches Industriemuseum (Henrichshütte in Hattingen), seit 2007 LWL Industriemuseum Westf. Landesmuseum für Industriekultur. Dampfspeicherlokomotiven: Die feuerlose Lokomotive behielt lediglich das Fahrwerk. Die Aufbauten wurden gedreht, das Führerhaus wurde über den Zylindern und der Kessel davor aufgebaut. Technisch war es eine Hochdruckspeicherlokomotive mit einem Dampfdruck von 50 bar (50 kg/cm²) im Kessel. Entworfen war dieses System nach Prof. Gilli. Die Dampfspeicherlok wird zu 2/3 (hier 12,51 m³) mit siedendem Wasser gefüllt und dann mit hohem Dampfdruck beaufschlagt. Durch das druckdichte System überhitzt der Dampf das Wasser (bei 25 bar Dampfdruck beträgt die Wassertemperatur 224°C). Im Betrieb wird zunächst der zugeführte Dampf verbraucht. Da das Wasser aber überhitzt ist, wird stetig neuer Dampf erzeugt. Der aus dem Hochdruck entnommene Dampf wird auf den Betriebsdruck von 13 bar reduziert und dann der Dampfmaschine (den beiden Zylindern) zugeführt. In einer 8h-Schicht brauchte die Lok drei Füllungen. Höchstleistung mit einer Füllung waren so 354 t auf 12,2 km. TECHNISCHE DATEN nach Umbau: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Gesamtradstand 3.100 mm Treibrad-Ø: 1.100 mm (neu) Zylinder-Ø: 540 mm Wasserraum: 12,51 m³ Dampfraum: 1,4 m³ Speicherdruck: 50 kg/cm Arbeitsdruck: 13 kg/cm Zugkraft: 14.250 kg Leergewicht: 46.620 kg Dienstgewicht: 56.215 kg
Armin Schwarz

Die Dampfspeicherlokomotive, ex MRW - Mannesmannröhren-Werke AG Nr. 2, am 05 Juni 2011 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen.

Diese Lok wurde 1938 von Henschel in Kassel unter der Fabriknummer 24370, da war sie aber noch eine Kohle befeuerte Dampflok vom Henschel Typ Minister Stein. Sie wurde an die Mannesmannröhren-Werke AG ausgeliefert ging zum Einsatz an die Zeche Consolidation in Gelsenkirchen, dessen Eigentümer die MRW war. Im 1958 ging die Lok zum Umbau an die Henschel-Werke GmbH in Kassel, wo sie dann in eine Dampfspeicherlok (System Gilli) umgebaut wurde. Den neuen Kessel stellten die Mannesmannwerke (Fabriknummer 68957-2 / Bj. 1958) bei. Nach dem Umbau ging es wieder zurück an die Mannesmann AG, bis sie 1970 zur RAG - Ruhrkohle AG (BAG Gelsenkirchen) kam und als D-502 bezeichnet wurde. 1974 wurde sie an die Rütgers-Werke AG in Castrop-Rauxel verkauft, wo sie noch bis 1993 lief. Im Jahr 1997 ging an das WIM - Westfälisches Industriemuseum (Henrichshütte in Hattingen), seit 2007 LWL Industriemuseum Westf. Landesmuseum für Industriekultur.

Dampfspeicherlokomotiven:
Die feuerlose Lokomotive behielt lediglich das Fahrwerk. Die Aufbauten wurden gedreht, das Führerhaus wurde über den Zylindern und der Kessel davor aufgebaut. Technisch war es eine Hochdruckspeicherlokomotive mit einem Dampfdruck von 50 bar (50 kg/cm²) im Kessel. Entworfen war dieses System nach Prof. Gilli. Die Dampfspeicherlok wird zu 2/3 (hier 12,51 m³) mit siedendem Wasser gefüllt und dann mit hohem Dampfdruck beaufschlagt. Durch das druckdichte System überhitzt der Dampf das Wasser (bei 25 bar Dampfdruck beträgt die Wassertemperatur 224°C). Im Betrieb wird zunächst der zugeführte Dampf verbraucht. Da das Wasser aber überhitzt ist, wird stetig neuer Dampf erzeugt. Der aus dem Hochdruck entnommene Dampf wird auf den Betriebsdruck von 13 bar reduziert und dann der Dampfmaschine (den beiden Zylindern) zugeführt.

In einer 8h-Schicht brauchte die Lok drei Füllungen. Höchstleistung mit einer Füllung waren so 354 t auf 12,2 km. 

TECHNISCHE DATEN nach Umbau:
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Gesamtradstand 3.100 mm
Treibrad-Ø: 1.100 mm (neu)
Zylinder-Ø: 540 mm
Wasserraum: 12,51 m³
Dampfraum: 1,4 m³
Speicherdruck: 50 kg/cm
Arbeitsdruck: 13 kg/cm
Zugkraft: 14.250 kg
Leergewicht: 46.620 kg
Dienstgewicht: 56.215 kg
Die Dampfspeicherlokomotive, ex MRW - Mannesmannröhren-Werke AG Nr. 2, am 05 Juni 2011 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen. Diese Lok wurde 1938 von Henschel in Kassel unter der Fabriknummer 24370, da war sie aber noch eine Kohle befeuerte Dampflok vom Henschel Typ Minister Stein. Sie wurde an die Mannesmannröhren-Werke AG ausgeliefert ging zum Einsatz an die Zeche Consolidation in Gelsenkirchen, dessen Eigentümer die MRW war. Im 1958 ging die Lok zum Umbau an die Henschel-Werke GmbH in Kassel, wo sie dann in eine Dampfspeicherlok (System Gilli) umgebaut wurde. Den neuen Kessel stellten die Mannesmannwerke (Fabriknummer 68957-2 / Bj. 1958) bei. Nach dem Umbau ging es wieder zurück an die Mannesmann AG, bis sie 1970 zur RAG - Ruhrkohle AG (BAG Gelsenkirchen) kam und als D-502 bezeichnet wurde. 1974 wurde sie an die Rütgers-Werke AG in Castrop-Rauxel verkauft, wo sie noch bis 1993 lief. Im Jahr 1997 ging an das WIM - Westfälisches Industriemuseum (Henrichshütte in Hattingen), seit 2007 LWL Industriemuseum Westf. Landesmuseum für Industriekultur. Dampfspeicherlokomotiven: Die feuerlose Lokomotive behielt lediglich das Fahrwerk. Die Aufbauten wurden gedreht, das Führerhaus wurde über den Zylindern und der Kessel davor aufgebaut. Technisch war es eine Hochdruckspeicherlokomotive mit einem Dampfdruck von 50 bar (50 kg/cm²) im Kessel. Entworfen war dieses System nach Prof. Gilli. Die Dampfspeicherlok wird zu 2/3 (hier 12,51 m³) mit siedendem Wasser gefüllt und dann mit hohem Dampfdruck beaufschlagt. Durch das druckdichte System überhitzt der Dampf das Wasser (bei 25 bar Dampfdruck beträgt die Wassertemperatur 224°C). Im Betrieb wird zunächst der zugeführte Dampf verbraucht. Da das Wasser aber überhitzt ist, wird stetig neuer Dampf erzeugt. Der aus dem Hochdruck entnommene Dampf wird auf den Betriebsdruck von 13 bar reduziert und dann der Dampfmaschine (den beiden Zylindern) zugeführt. In einer 8h-Schicht brauchte die Lok drei Füllungen. Höchstleistung mit einer Füllung waren so 354 t auf 12,2 km. TECHNISCHE DATEN nach Umbau: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Gesamtradstand 3.100 mm Treibrad-Ø: 1.100 mm (neu) Zylinder-Ø: 540 mm Wasserraum: 12,51 m³ Dampfraum: 1,4 m³ Speicherdruck: 50 kg/cm Arbeitsdruck: 13 kg/cm Zugkraft: 14.250 kg Leergewicht: 46.620 kg Dienstgewicht: 56.215 kg
Armin Schwarz

Die Dampfspeicherlokomotive, ex MRW - Mannesmannröhren-Werke AG Nr. 2, am 05 Juni 2011 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen. Im Hintergrund der Hochofen 3 der ehem. Henrichshütte.

Diese Lok wurde 1938 von Henschel in Kassel unter der Fabriknummer 24370, da war sie aber noch eine Kohle befeuerte Dampflok vom Henschel Typ Minister Stein. Sie wurde an die Mannesmannröhren-Werke AG ausgeliefert ging zum Einsatz an die Zeche Consolidation in Gelsenkirchen, dessen Eigentümer die MRW war. Im 1958 ging die Lok zum Umbau an die Henschel-Werke GmbH in Kassel, wo sie dann in eine Dampfspeicherlok (System Gilli) umgebaut wurde. Den neuen Kessel stellten die Mannesmannwerke (Fabriknummer 68957-2 / Bj. 1958) bei. Nach dem Umbau ging es wieder zurück an die Mannesmann AG, bis sie 1970 zur RAG - Ruhrkohle AG (BAG Gelsenkirchen) kam und als D-502 bezeichnet wurde. 1974 wurde sie an die Rütgers-Werke AG in Castrop-Rauxel verkauft, wo sie noch bis 1993 lief. Im Jahr 1997 ging an das WIM - Westfälisches Industriemuseum (Henrichshütte in Hattingen), seit 2007 LWL Industriemuseum Westf. Landesmuseum für Industriekultur.

Dampfspeicherlokomotiven:
Die feuerlose Lokomotive behielt lediglich das Fahrwerk. Die Aufbauten wurden gedreht, das Führerhaus wurde über den Zylindern und der Kessel davor aufgebaut. Technisch war es eine Hochdruckspeicherlokomotive mit einem Dampfdruck von 50 bar (50 kg/cm²) im Kessel. Entworfen war dieses System nach Prof. Gilli. Die Dampfspeicherlok wird zu 2/3 (hier 12,51 m³) mit siedendem Wasser gefüllt und dann mit hohem Dampfdruck beaufschlagt. Durch das druckdichte System überhitzt der Dampf das Wasser (bei 25 bar Dampfdruck beträgt die Wassertemperatur 224°C). Im Betrieb wird zunächst der zugeführte Dampf verbraucht. Da das Wasser aber überhitzt ist, wird stetig neuer Dampf erzeugt. Der aus dem Hochdruck entnommene Dampf wird auf den Betriebsdruck von 13 bar reduziert und dann der Dampfmaschine (den beiden Zylindern) zugeführt.

In einer 8h-Schicht brauchte die Lok drei Füllungen. Höchstleistung mit einer Füllung waren so 354 t auf 12,2 km. 

TECHNISCHE DATEN nach Umbau:
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Gesamtradstand 3.100 mm
Treibrad-Ø: 1.100 mm (neu)
Zylinder-Ø: 540 mm
Wasserraum: 12,51 m³
Dampfraum: 1,4 m³
Speicherdruck: 50 kg/cm
Arbeitsdruck: 13 kg/cm
Zugkraft: 14.250 kg
Leergewicht: 46.620 kg
Dienstgewicht: 56.215 kg
Die Dampfspeicherlokomotive, ex MRW - Mannesmannröhren-Werke AG Nr. 2, am 05 Juni 2011 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen. Im Hintergrund der Hochofen 3 der ehem. Henrichshütte. Diese Lok wurde 1938 von Henschel in Kassel unter der Fabriknummer 24370, da war sie aber noch eine Kohle befeuerte Dampflok vom Henschel Typ Minister Stein. Sie wurde an die Mannesmannröhren-Werke AG ausgeliefert ging zum Einsatz an die Zeche Consolidation in Gelsenkirchen, dessen Eigentümer die MRW war. Im 1958 ging die Lok zum Umbau an die Henschel-Werke GmbH in Kassel, wo sie dann in eine Dampfspeicherlok (System Gilli) umgebaut wurde. Den neuen Kessel stellten die Mannesmannwerke (Fabriknummer 68957-2 / Bj. 1958) bei. Nach dem Umbau ging es wieder zurück an die Mannesmann AG, bis sie 1970 zur RAG - Ruhrkohle AG (BAG Gelsenkirchen) kam und als D-502 bezeichnet wurde. 1974 wurde sie an die Rütgers-Werke AG in Castrop-Rauxel verkauft, wo sie noch bis 1993 lief. Im Jahr 1997 ging an das WIM - Westfälisches Industriemuseum (Henrichshütte in Hattingen), seit 2007 LWL Industriemuseum Westf. Landesmuseum für Industriekultur. Dampfspeicherlokomotiven: Die feuerlose Lokomotive behielt lediglich das Fahrwerk. Die Aufbauten wurden gedreht, das Führerhaus wurde über den Zylindern und der Kessel davor aufgebaut. Technisch war es eine Hochdruckspeicherlokomotive mit einem Dampfdruck von 50 bar (50 kg/cm²) im Kessel. Entworfen war dieses System nach Prof. Gilli. Die Dampfspeicherlok wird zu 2/3 (hier 12,51 m³) mit siedendem Wasser gefüllt und dann mit hohem Dampfdruck beaufschlagt. Durch das druckdichte System überhitzt der Dampf das Wasser (bei 25 bar Dampfdruck beträgt die Wassertemperatur 224°C). Im Betrieb wird zunächst der zugeführte Dampf verbraucht. Da das Wasser aber überhitzt ist, wird stetig neuer Dampf erzeugt. Der aus dem Hochdruck entnommene Dampf wird auf den Betriebsdruck von 13 bar reduziert und dann der Dampfmaschine (den beiden Zylindern) zugeführt. In einer 8h-Schicht brauchte die Lok drei Füllungen. Höchstleistung mit einer Füllung waren so 354 t auf 12,2 km. TECHNISCHE DATEN nach Umbau: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Gesamtradstand 3.100 mm Treibrad-Ø: 1.100 mm (neu) Zylinder-Ø: 540 mm Wasserraum: 12,51 m³ Dampfraum: 1,4 m³ Speicherdruck: 50 kg/cm Arbeitsdruck: 13 kg/cm Zugkraft: 14.250 kg Leergewicht: 46.620 kg Dienstgewicht: 56.215 kg
Armin Schwarz

OMA 6014 steht am 31 Mai 2014 ins Eisenbahnmuseum in Neustadt (Weinstrasse).
OMA 6014 steht am 31 Mai 2014 ins Eisenbahnmuseum in Neustadt (Weinstrasse).
Leon Schrijvers