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Schon vor einem Jahr lagen dunkle Schatten auf der HLE 2004, auch wenn sie auf dem Bild vom gegenüberliegenden Bahnsteigsdach herrühren.

(ID 247758)



Schon vor einem Jahr lagen dunkle Schatten auf der HLE 2004, auch wenn sie auf dem Bild vom gegenüberliegenden Bahnsteigsdach herrühren. Die Aufnahme enstand am 01.02.2012 in Luxemburg Stadt, als die tolle SNCB Lok auf den Abstellplatz fuhr, nachdem sie den EC 91 Vauban von Brüssel nach Luxemburg gezogen hatte. (Jeanny)

Die Loks der Série 20 sind mittlerweile fast alle aus dem Verkehr gezogen, einige dienen noch als Reserveloks und ironischerweise muss eine HLE 20 dann einspringen, wenn eine HLE 13 (die nachfolgende Baureihe für die EC Vauban/Iris) ausfällt. 

Die Loks der Baureihe 20 wurden zwischen 1975 und 1978 in zwei Baulosen bei BN (La Brugeoise et Nivelles) in Nivelles gebaut. Der elektrische Teil der Lok stammt von ACEC (Ateliers de contruction électriques de Charleroi). Das erste Baulos umfaßte in den Jahren 1975 und 1976 die ersten fünfzehn Lokomotiven dieser Baureihe. 1977 und 1978 wurde eine zweite Serie mit zehn Loks gefertigt. Als letztes Fahrzeug ging 2025 Anfang 1978 in Dienst. Numeriert wurden die Loks fortlaufend von 2001 bis 2025.

Im elektrischen Teil sind die Loks mit einer Thyristorsteuerung ausgestattet, die aus einem fehlgeschlagenen Versuchsaufbau einer Viersystemlok hervorgegangen ist. Mit ihrer beachtlichen Leistung von über 5.000 kW war die Baureihe 20 in der Mitte der siebziger Jahre die stärkste thyristorgesteuerte Lok weltweit.  Die Loks der Série 20 sind derzeit die einzigen 6-Achser im Bestand der SNCB. Die HLE 20 dürfen nicht in Doppeltration fahren, da ihre Leistung beim Anfahren so groß ist, dass das Risiko besteht, dass die Halterung zwischen der zweiten Maschine und dem ersten Wagen bricht.

Ihren Einsatz sollten die Loks im schweren Personen- und Güterverkehr finden. Speziell auf der anspruchsvollen Strecke von Brüssel über Namur nach Luxemburg sollte die Lok ihre Stärke ausspielen. 

Der Steckbrief der Série 20:

Baujahr: 1975-1978
Nummerierung: 2001-2025
Stückzahl: 25
Hersteller: BN und ACEC
Länge über Puffer: 19504 mm
Höhe: 4185 mm
Dienstgewicht: 	111 t.
Maximale Achslast: 18,34 t.
Dauerleistung: 	5.150 kW
Stromsystem: 3kV Gleichstrom
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Achsfolge: Co'Co'

Schon vor einem Jahr lagen dunkle Schatten auf der HLE 2004, auch wenn sie auf dem Bild vom gegenüberliegenden Bahnsteigsdach herrühren. Die Aufnahme enstand am 01.02.2012 in Luxemburg Stadt, als die tolle SNCB Lok auf den Abstellplatz fuhr, nachdem sie den EC 91 Vauban von Brüssel nach Luxemburg gezogen hatte. (Jeanny)

Die Loks der Série 20 sind mittlerweile fast alle aus dem Verkehr gezogen, einige dienen noch als Reserveloks und ironischerweise muss eine HLE 20 dann einspringen, wenn eine HLE 13 (die nachfolgende Baureihe für die EC Vauban/Iris) ausfällt.

Die Loks der Baureihe 20 wurden zwischen 1975 und 1978 in zwei Baulosen bei BN (La Brugeoise et Nivelles) in Nivelles gebaut. Der elektrische Teil der Lok stammt von ACEC (Ateliers de contruction électriques de Charleroi). Das erste Baulos umfaßte in den Jahren 1975 und 1976 die ersten fünfzehn Lokomotiven dieser Baureihe. 1977 und 1978 wurde eine zweite Serie mit zehn Loks gefertigt. Als letztes Fahrzeug ging 2025 Anfang 1978 in Dienst. Numeriert wurden die Loks fortlaufend von 2001 bis 2025.

Im elektrischen Teil sind die Loks mit einer Thyristorsteuerung ausgestattet, die aus einem fehlgeschlagenen Versuchsaufbau einer Viersystemlok hervorgegangen ist. Mit ihrer beachtlichen Leistung von über 5.000 kW war die Baureihe 20 in der Mitte der siebziger Jahre die stärkste thyristorgesteuerte Lok weltweit. Die Loks der Série 20 sind derzeit die einzigen 6-Achser im Bestand der SNCB. Die HLE 20 dürfen nicht in Doppeltration fahren, da ihre Leistung beim Anfahren so groß ist, dass das Risiko besteht, dass die Halterung zwischen der zweiten Maschine und dem ersten Wagen bricht.

Ihren Einsatz sollten die Loks im schweren Personen- und Güterverkehr finden. Speziell auf der anspruchsvollen Strecke von Brüssel über Namur nach Luxemburg sollte die Lok ihre Stärke ausspielen.

Der Steckbrief der Série 20:

Baujahr: 1975-1978
Nummerierung: 2001-2025
Stückzahl: 25
Hersteller: BN und ACEC
Länge über Puffer: 19504 mm
Höhe: 4185 mm
Dienstgewicht: 111 t.
Maximale Achslast: 18,34 t.
Dauerleistung: 5.150 kW
Stromsystem: 3kV Gleichstrom
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Achsfolge: Co'Co'

Hans und Jeanny De Rond 01.02.2013, 309 Aufrufe, 5 Kommentare

EXIF: Panasonic DMC-FZ150, Datum 2012:02:01 11:37:52, Belichtungsdauer: 0.001 s (10/10000) (1/1000), Blende: f/4.0, ISO100, Brennweite: 16.50 (165/10)

5 Kommentare, Alle Kommentare
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Armin Schwarz 01.02.2013 22:18

Hallo Jeanny,
trotz dem Bahnsteigdachschatten ein sehr schönes Portrait von der 20er mit einer ganz tollen Beschreibung, und das ganz gute so gibt es auch eine Beschreibung in Deutsch im Web.
Danke fürs Recherchieren, Beschreiben und Einstellen, ich weiß wie viel Arbeit das bedeutet, was mir persönlich aber viel Spaß macht.
Liebe Grüße
Armin

Hans und Jeanny De Rond 02.02.2013 11:38

Merci Armin.
Es freut mich sehr, dass sowohl das Bild, als auch die Beschreibung Gefallen finden.
Das Recherchieren macht mir auch großen Spaß, besonders da man selbst dabei immer noch Neues lernt.
Ich wusste z.B. nicht, dass diese Loks nicht in Doppeltraktion fahren konnten.
Nur schade, dass diese urigen Kraftpakete jetzt nur noch sehr selten in Luxemburg zu sehen sind.
Liebe Grüße ins schöne Hellertal.
Jeanny

Hans-Gerd Seeliger 02.02.2013 11:46

Hallo Jeanny,
schönes Bild von diesem Ellok-Oldtimer mit exquisitem Kommentar dazu, Kompliment!
Viele Grüße
Hans-Gerd

Stefan Wohlfahrt 02.02.2013 13:59

Ich finde die schöne Lok nicht alt, aber dies hat wohl mit dem eigenen "Baujahr" zu tun...
Auf jedenfall ein sehr schönes Bild der Serie 20.
Wenn die Serie 20 nicht mehr fährt, wer zieht den jetzt die wenigen IC/EC nach Bruxelles?
Gruss Stefan

Hans und Jeanny De Rond 02.02.2013 14:53

Hallo Hans-Gerd, hallo Stefan,
vielen Dank für Eure netten Anmerkungen.
Alt finde ich diese Loks im Grunde auch noch nicht, aber leider haben sie schon ausgedient.
@Stefan: Die Loks der Série 13 werden an den beiden EC/IC Vauban und Iris eingesetzt. Da diese aber relativ oft ausfallen, müssen die zuverlässigeren 20er diese dann ersetzen. Wenn Du diese "histoire belge" nicht verstehst, tröste Dich, wir verstehen sie auch nicht.
Beste Grüße nach Köln und Blonay
Jeanny

Am 13 Juli 1999 steht NMBS 2008 in Namur mit ein EC nach Basel SBB über Luxembourg, Metz und Strasbourg.
Am 13 Juli 1999 steht NMBS 2008 in Namur mit ein EC nach Basel SBB über Luxembourg, Metz und Strasbourg.
Leon schrijvers

Belgien / E-Loks / Série 20

61 1200x797 Px, 16.12.2017

Scanbild von 2012 in Namur am 13 Juli 1999.
Scanbild von 2012 in Namur am 13 Juli 1999.
Leon schrijvers

Belgien / E-Loks / Série 20

63 1200x797 Px, 29.10.2017

. Traurige Erinnerungen - Gestern war der letzte Tag für die beiden einstigen Prestige Züge EC Vauban und EC Iris. Was bleibt sind die Erinnerungen an bessere Zeiten. Am 05.04.2008 erreicht die SNCB HLE 2004 mit dem EC 97  Iris  Bruxelles Midi - Zürich HB am Haken den Bahnhof von Luxembourg. (Jeanny)
. Traurige Erinnerungen - Gestern war der letzte Tag für die beiden einstigen Prestige Züge EC Vauban und EC Iris. Was bleibt sind die Erinnerungen an bessere Zeiten. Am 05.04.2008 erreicht die SNCB HLE 2004 mit dem EC 97 "Iris" Bruxelles Midi - Zürich HB am Haken den Bahnhof von Luxembourg. (Jeanny)
Hans und Jeanny De Rond

. Traurige Erinnerungen - Gestern war der letzte Tag für die beiden einstigen Prestige Züge EC Vauban und EC Iris. Was bleibt sind die Erinnerungen an bessere Zeiten. Am 28.04.2008 fährt die SNCB HLE 2006 an der Spitze des EC 91  Vauban  Bruxelles Midi - Chur in den Bahnhof von Luxembourg ein. (Jeanny)
. Traurige Erinnerungen - Gestern war der letzte Tag für die beiden einstigen Prestige Züge EC Vauban und EC Iris. Was bleibt sind die Erinnerungen an bessere Zeiten. Am 28.04.2008 fährt die SNCB HLE 2006 an der Spitze des EC 91 "Vauban" Bruxelles Midi - Chur in den Bahnhof von Luxembourg ein. (Jeanny)
Hans und Jeanny De Rond






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