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Der restaurierte historische DRG Meßwagen für Schwingungsuntersuchungen Lokmotivversuchsabteilung Grunewald, (Berlin) Bln 700 587, vom berühmten Lokomotiv- Versuchsamtes (LVA) in Berlin

(ID 849691)



Der restaurierte historische DRG Meßwagen für Schwingungsuntersuchungen Lokmotivversuchsabteilung Grunewald, (Berlin) Bln 700 587, vom berühmten Lokomotiv- Versuchsamtes (LVA) in Berlin Grunewald, am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V..

Bei dem Wagen handelt es sich um einen 1928 von der Sächsischen Waggonfabrik Werdau gebauten Wagen, der von der Lokomotivversuchsabteilung Grunewald für lokomotivtechnische Untersuchungen genutzt wurde. Die Arbeiten wurden im Rahmen des Förderprogramms „Verkehrshistorische Kulturgüter“ durch die NRW-Landesregierung gefördert.

Ursprünglich war der Wagen 1928 von der Sächsischen Waggonfabrik Werdau (die im gleichen Jahr mit Linke-Hofmann-Busch fusionierte) als Packwagen Pw4ü-28  Ost 90203, ein genieteter Einheitsschnellzugwagen (Ganzstahlwagen der Bauart 28), für die DRG gebaut worden. Aber bereits 1930 wurde er zum Meßwagen für Lauf- und Schwingungsforschung 105 136 Ost, für das Lokomotiv-Versuchsamt Grunewald (LVA) umgebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das LVA in der Bundesrepublik Deutschland zunächst in Göttingen als Bundesbahn-Zentralamt (BZA), später in Minden sowie in München fortgesetzt. Der Meßwagen (der Gattung Dienst4ü) wurde 1934 zum DRB Bln 700587 (Berlin 700 587) umgezeichnet. 

Dieser Wagen verblieb nach dem Krieg im Westen und wurde so zum Meßwagen DB Han 729 031 der Deutschen Bundesbahn beim BZA Göttingen. Ab 1952 dann DB Han 5044 der Gattung Meßwagen 318 vom BZA Minden (Westf.), später 51 80 99-60 010-9 D-DB. Weitere Nummer, Bezeichnungen und Gattungen waren:
Köl 5406 Unterrichtswagen 338 bzw. Eignungstestwagen 348
60 80 99-69 901-9 D-DB Unterrichtswagen 338 beim Bww Köln-Deutzerfeld

So hatte der fast 100jährige Wagen ein bewegtes vielfältiges Leben, aktuell befindet er sich im Besitz nun vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl. Von Messeinrichtung ist im Wagen nichts mehr zu sehen, nur im Fußboden verlaufen noch viele Kabel. 

TECHNISCHE DATEN (laut Anschriften): 
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsanzahl: 4 (in 2 Drehgestellen)
Länge über Puffer: 19.680 mm 
Drehzapfenabstand: 12.360	mm
Achsabstand im Drehgestell: 3.600 mm  
Drehgestell Bauart: Drehgestelle Bauart Görlitz II
Eigengewicht: 39.200 kg 
Max. Zuladung: 9.500 kg
Tragfähigkeit: 10.000 kg

Die Drehgestelle der Bauart Görlitz II wurden 1925 von der damaligen Waggon- und Maschinenbau AG (WUMAG) in Görlitz ursprünglich für die Wagen des FD Rheingold entwickelt, um den Reisenden besondere Laufruhe zu bieten. Sie wurden später auch für die Schnellzugwagen der Bauart 28 verwendet. Der Achsstand beträgt wie beim Vorgänger (Görlitz I) 3.600 mm. Die Drehgestelle verfügen über Wiegen, die auf in Längsrichtung angeordneten Blattfedern gelagert sind, zudem verfügt die Bauart Görlitz II über eine zusätzliche Federung. Anfangs wurden Torsionsfedern, später (wie hier) Schraubenfedern verwendet.

Der restaurierte historische DRG Meßwagen für Schwingungsuntersuchungen Lokmotivversuchsabteilung Grunewald, (Berlin) Bln 700 587, vom berühmten Lokomotiv- Versuchsamtes (LVA) in Berlin Grunewald, am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V..

Bei dem Wagen handelt es sich um einen 1928 von der Sächsischen Waggonfabrik Werdau gebauten Wagen, der von der Lokomotivversuchsabteilung Grunewald für lokomotivtechnische Untersuchungen genutzt wurde. Die Arbeiten wurden im Rahmen des Förderprogramms „Verkehrshistorische Kulturgüter“ durch die NRW-Landesregierung gefördert.

Ursprünglich war der Wagen 1928 von der Sächsischen Waggonfabrik Werdau (die im gleichen Jahr mit Linke-Hofmann-Busch fusionierte) als Packwagen Pw4ü-28 Ost 90203, ein genieteter Einheitsschnellzugwagen (Ganzstahlwagen der Bauart 28), für die DRG gebaut worden. Aber bereits 1930 wurde er zum Meßwagen für Lauf- und Schwingungsforschung 105 136 Ost, für das Lokomotiv-Versuchsamt Grunewald (LVA) umgebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das LVA in der Bundesrepublik Deutschland zunächst in Göttingen als Bundesbahn-Zentralamt (BZA), später in Minden sowie in München fortgesetzt. Der Meßwagen (der Gattung Dienst4ü) wurde 1934 zum DRB Bln 700587 (Berlin 700 587) umgezeichnet.

Dieser Wagen verblieb nach dem Krieg im Westen und wurde so zum Meßwagen DB Han 729 031 der Deutschen Bundesbahn beim BZA Göttingen. Ab 1952 dann DB Han 5044 der Gattung Meßwagen 318 vom BZA Minden (Westf.), später 51 80 99-60 010-9 D-DB. Weitere Nummer, Bezeichnungen und Gattungen waren:
Köl 5406 Unterrichtswagen 338 bzw. Eignungstestwagen 348
60 80 99-69 901-9 D-DB Unterrichtswagen 338 beim Bww Köln-Deutzerfeld

So hatte der fast 100jährige Wagen ein bewegtes vielfältiges Leben, aktuell befindet er sich im Besitz nun vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl. Von Messeinrichtung ist im Wagen nichts mehr zu sehen, nur im Fußboden verlaufen noch viele Kabel.

TECHNISCHE DATEN (laut Anschriften):
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsanzahl: 4 (in 2 Drehgestellen)
Länge über Puffer: 19.680 mm
Drehzapfenabstand: 12.360 mm
Achsabstand im Drehgestell: 3.600 mm
Drehgestell Bauart: Drehgestelle Bauart Görlitz II
Eigengewicht: 39.200 kg
Max. Zuladung: 9.500 kg
Tragfähigkeit: 10.000 kg

Die Drehgestelle der Bauart Görlitz II wurden 1925 von der damaligen Waggon- und Maschinenbau AG (WUMAG) in Görlitz ursprünglich für die Wagen des FD Rheingold entwickelt, um den Reisenden besondere Laufruhe zu bieten. Sie wurden später auch für die Schnellzugwagen der Bauart 28 verwendet. Der Achsstand beträgt wie beim Vorgänger (Görlitz I) 3.600 mm. Die Drehgestelle verfügen über Wiegen, die auf in Längsrichtung angeordneten Blattfedern gelagert sind, zudem verfügt die Bauart Görlitz II über eine zusätzliche Federung. Anfangs wurden Torsionsfedern, später (wie hier) Schraubenfedern verwendet.

Armin Schwarz 28.05.2024, 32 Aufrufe, 2 Kommentare

EXIF: Canon Canon EOS 6D, Belichtungsdauer: 1/160, Blende: 10/1, ISO400, Brennweite: 32/1

2 Kommentare, Alle Kommentare
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Stefan Wohlfahrt 28.05.2024 21:24

Hallo Armin,
danke für Bild und Text, aber auch allen, die dazu betragen, dass solche Schmuckstücke erhalten bleiben!
einen lieben Gruss
Stefan

Armin Schwarz 29.05.2024 16:01

Hallo Stefan,
Bitteschön und Danke für Deinen netten Kommentar.
Ja auch kann nur Allen danken die dazu beitragen, dass solche Schmuckstücke erhalten bleiben! Hier hatte auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen (Kanton) einige Euros für die Restaurierung locker gemacht hat.

Das Bild zu machen war recht einfach, aber der Text war eine härtere Nuss, da wenig im Netz zu dem Wagen zu finden war, aber etwas konnte ich finden.

Liebe Grüße
Armin

Der historische gedeckte Güterwagen H3 der Henkel & Cie. G.m.b.H. (Düsseldorf-Reisholz) vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V. am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl.

Ein Jahrhundert ist er alt. Schon in den 1920er Jahren setzte Henkel (seit 1975 Henkel AG & Co. KGaA) gedeckte Waggons ein, um Zwischen- und Endprodukte preisgünstig zu transportieren. 1933 waren 35 gedeckte Güterwaggons im Bestand des Unternehmens. Fritz Henkel sen. hatte sich 1899 entschieden, sein Unternehmen von Düsseldorf-Derendorf nach Reisholz zu übersiedeln, da dort eine bessere Anbindung an die Bahn bestand. Der nun restaurierte Waggon, der bei Henkel die Nummer H3 trug, war noch Ende der 60er Jahre auf dem Firmengelände im Einsatz.  Wie alt er genau ist, kann niemand mehr nachvollziehen. Mit der Nummerierung wurde erst nach dem Krieg begonnen. 

Bis zum Rollout des Waggons haben die fleißigen Helfer im Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl ganze Arbeit geleistet. Der Waggon wurde bis auf das Grundgerüst zerlegt. Diverse Stahlteile wurden erneuert. 50 m² Holz, einschließlich der Türen, sind erneuert worden, 10 m² Holz an den Seitenwänden konnte ausgebessert werden. Erneuert wurden auch die komplette Dachfläche, die 32 m“ misst und der Innenboden mit 28,3 m² und fast alle Schrauben. Die Schlossschrauben sind typisch im Waggonbau und im normalen Handel nicht erhältlich. Schlossschrauben, Bodenplatten und Holz für das Aufarbeiten des Waggons hat die Henkel AG & Co. KGaA für die Restaurierung gespendet.

Der Güterwagen ähnelt den Einheitsgüterwagen G 10 der Königlich Preußischen Eisenbahn-Verwaltung (KPEV), ist aber eine Sonderbauart, Maße und baulichen Details weichen ab. Damit der Waggon möglich originalgetreu aufgearbeitet wurde, hat man sich an alten Fotos orientiert. Farbe und Beschriftung sind dem Original von damals nachempfunden. In Absprache mit Henkel erfolgte die Gestaltung zusätzlich mit nostalgischen Werbemotiven, wie die berühmten Weißen Dame und dem Persil-Paket.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Anzahl der Achsen: 2
Länge über Kupplung: 12.100 mm
Max. Ladegewicht: 15.000 kg
Tagfähigkeit: 17.500 kg
Ladefläche: 28,3 m²
Der historische gedeckte Güterwagen H3 der Henkel & Cie. G.m.b.H. (Düsseldorf-Reisholz) vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V. am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl. Ein Jahrhundert ist er alt. Schon in den 1920er Jahren setzte Henkel (seit 1975 Henkel AG & Co. KGaA) gedeckte Waggons ein, um Zwischen- und Endprodukte preisgünstig zu transportieren. 1933 waren 35 gedeckte Güterwaggons im Bestand des Unternehmens. Fritz Henkel sen. hatte sich 1899 entschieden, sein Unternehmen von Düsseldorf-Derendorf nach Reisholz zu übersiedeln, da dort eine bessere Anbindung an die Bahn bestand. Der nun restaurierte Waggon, der bei Henkel die Nummer H3 trug, war noch Ende der 60er Jahre auf dem Firmengelände im Einsatz. "Wie alt er genau ist, kann niemand mehr nachvollziehen. Mit der Nummerierung wurde erst nach dem Krieg begonnen. Bis zum Rollout des Waggons haben die fleißigen Helfer im Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl ganze Arbeit geleistet. Der Waggon wurde bis auf das Grundgerüst zerlegt. Diverse Stahlteile wurden erneuert. 50 m² Holz, einschließlich der Türen, sind erneuert worden, 10 m² Holz an den Seitenwänden konnte ausgebessert werden. Erneuert wurden auch die komplette Dachfläche, die 32 m“ misst und der Innenboden mit 28,3 m² und fast alle Schrauben. Die Schlossschrauben sind typisch im Waggonbau und im normalen Handel nicht erhältlich. Schlossschrauben, Bodenplatten und Holz für das Aufarbeiten des Waggons hat die Henkel AG & Co. KGaA für die Restaurierung gespendet. Der Güterwagen ähnelt den Einheitsgüterwagen G 10 der Königlich Preußischen Eisenbahn-Verwaltung (KPEV), ist aber eine Sonderbauart, Maße und baulichen Details weichen ab. Damit der Waggon möglich originalgetreu aufgearbeitet wurde, hat man sich an alten Fotos orientiert. Farbe und Beschriftung sind dem Original von damals nachempfunden. In Absprache mit Henkel erfolgte die Gestaltung zusätzlich mit nostalgischen Werbemotiven, wie die berühmten Weißen Dame und dem Persil-Paket. TECHNISCHE DATEN: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Anzahl der Achsen: 2 Länge über Kupplung: 12.100 mm Max. Ladegewicht: 15.000 kg Tagfähigkeit: 17.500 kg Ladefläche: 28,3 m²
Armin Schwarz

Die DEUTZ 56422 eine Deutz vom Typ A4L 514 R vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V. am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl.

Die Lok wurde 1956 von der Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln unter der Fabriknummer 56422 gebaut und an Firma RöRo - Röhren- und Roheisen-Großhandel GmbH in Düsseldorf-Lierenfeld geliefert. Die Firma wurde mehrmals umbenannt, Eisenhandelsgesellschaft Richard Auffermann KG, Heinrich August Schulte Eisen AG, Thyssen Röhrenhandel GmbH und zuletzt in Thyssen Stückblechkontor GmbH, aber die Lok blieb jeweils dort. 	Im Jahr 2000 ging sie dann ans EHEH - Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e. V..

Die Deutz A4L 514 R, für den leichten Rangierdienst vorgesehene Lokomotive, war der Nachfolger der erfolgreichen Vorkriegstype OMZ 122 R. Die Type ist eine der kleinsten nach dem Zweiten Weltkrieg von KHD gebauten Lokomotiven. Ein luftgekühlter Deutz  4-Zylinder-4Takt-Dieselmotor vom Typ A4L 514 mit 55 PS Leistung treibt über ein mechanisches Vier-Gang-Getriebe die Hinterachse an. Über Stangen wird die Kraft dann auch auf die vordere Achse übertragen. So kommen die Loks mit einem Dienstgewicht von 14 Tonnen auf die größte zulässige Geschwindigkeit von 15 Km/h. Die Lokomotive wurde in großer Stückzahl in unterschiedlichen Spurweiten gebaut und fand weltweite Verbreitung. Einfacher Aufbau und Robustheit bescherten den Lokomotiven oftmals einen sehr langen Einsatzzeitraum. Auch heute sind diese Loks zum Teil noch im Einsatz anzutreffen. Als KS 55 B fand die Konstruktion unverändert Eingang in das Typenprogramm 1959.

Für die Typenbezeichnung der Loks wurde die Motorbezeichnung herangezogen, der bei KHD A4L 514 R bedeutete A = Fahrzeugmotor (Viertakt), 4 = Zylinderzahl, L = luftgekühlt, 5 = fünfte Ausführung des Motors, 14 = Kolbenhub des Motors in cm, R = regelspurige Rangierlok.

TECHNISCHE DATEN:
Baujahre: 1950 - 1960
gebaute Stückzahl: 175
Spurweite: 1.435 mm
Achsfolge: B-dm
Länge über Puffer: 5.730 mm
Achsstand: 2.500 mm
Raddurchmesser  850 mm (neu)
Breite: 2.538 mm
Höhe über SOK: 3.017 mm
Dienstgewicht:14 t
Achslast: 7 t
Höchstgeschwindigkeit:  15 km/h
Motorbauart: luftgekühlter 4-Zylinder / 4-Takt / Reihendieselmotor
Dieselmotortyp: Deutz A4L 514
Motorhubraum: 5,3 l 
Motorleistung: 55 PS (40,5 kW)
Nenndrehzahl: 1.500 U/min
Getriebe: mechanisches Deutz Vierganggetriebe
Anfahrzugkraft:  3.460 kg / 34,6 kN
Die DEUTZ 56422 eine Deutz vom Typ A4L 514 R vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V. am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl. Die Lok wurde 1956 von der Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln unter der Fabriknummer 56422 gebaut und an Firma RöRo - Röhren- und Roheisen-Großhandel GmbH in Düsseldorf-Lierenfeld geliefert. Die Firma wurde mehrmals umbenannt, Eisenhandelsgesellschaft Richard Auffermann KG, Heinrich August Schulte Eisen AG, Thyssen Röhrenhandel GmbH und zuletzt in Thyssen Stückblechkontor GmbH, aber die Lok blieb jeweils dort. Im Jahr 2000 ging sie dann ans EHEH - Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e. V.. Die Deutz A4L 514 R, für den leichten Rangierdienst vorgesehene Lokomotive, war der Nachfolger der erfolgreichen Vorkriegstype OMZ 122 R. Die Type ist eine der kleinsten nach dem Zweiten Weltkrieg von KHD gebauten Lokomotiven. Ein luftgekühlter Deutz 4-Zylinder-4Takt-Dieselmotor vom Typ A4L 514 mit 55 PS Leistung treibt über ein mechanisches Vier-Gang-Getriebe die Hinterachse an. Über Stangen wird die Kraft dann auch auf die vordere Achse übertragen. So kommen die Loks mit einem Dienstgewicht von 14 Tonnen auf die größte zulässige Geschwindigkeit von 15 Km/h. Die Lokomotive wurde in großer Stückzahl in unterschiedlichen Spurweiten gebaut und fand weltweite Verbreitung. Einfacher Aufbau und Robustheit bescherten den Lokomotiven oftmals einen sehr langen Einsatzzeitraum. Auch heute sind diese Loks zum Teil noch im Einsatz anzutreffen. Als KS 55 B fand die Konstruktion unverändert Eingang in das Typenprogramm 1959. Für die Typenbezeichnung der Loks wurde die Motorbezeichnung herangezogen, der bei KHD A4L 514 R bedeutete A = Fahrzeugmotor (Viertakt), 4 = Zylinderzahl, L = luftgekühlt, 5 = fünfte Ausführung des Motors, 14 = Kolbenhub des Motors in cm, R = regelspurige Rangierlok. TECHNISCHE DATEN: Baujahre: 1950 - 1960 gebaute Stückzahl: 175 Spurweite: 1.435 mm Achsfolge: B-dm Länge über Puffer: 5.730 mm Achsstand: 2.500 mm Raddurchmesser 850 mm (neu) Breite: 2.538 mm Höhe über SOK: 3.017 mm Dienstgewicht:14 t Achslast: 7 t Höchstgeschwindigkeit: 15 km/h Motorbauart: luftgekühlter 4-Zylinder / 4-Takt / Reihendieselmotor Dieselmotortyp: Deutz A4L 514 Motorhubraum: 5,3 l Motorleistung: 55 PS (40,5 kW) Nenndrehzahl: 1.500 U/min Getriebe: mechanisches Deutz Vierganggetriebe Anfahrzugkraft: 3.460 kg / 34,6 kN
Armin Schwarz

Die DEUTZ 56422 eine Deutz vom Typ A4L 514 R vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V. am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl.

Die Lok wurde 1956 von der Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln unter der Fabriknummer 56422 gebaut und an Firma RöRo - Röhren- und Roheisen-Großhandel GmbH in Düsseldorf-Lierenfeld geliefert. Die Firma wurde mehrmals umbenannt, Eisenhandelsgesellschaft Richard Auffermann KG, Heinrich August Schulte Eisen AG, Thyssen Röhrenhandel GmbH und zuletzt in Thyssen Stückblechkontor GmbH, aber die Lok blieb jeweils dort. 	Im Jahr 2000 ging sie dann ans EHEH - Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e. V..

Die Deutz A4L 514 R, für den leichten Rangierdienst vorgesehene Lokomotive, war der Nachfolger der erfolgreichen Vorkriegstype OMZ 122 R. Die Type ist eine der kleinsten nach dem Zweiten Weltkrieg von KHD gebauten Lokomotiven. Ein luftgekühlter Deutz  4-Zylinder-4Takt-Dieselmotor vom Typ A4L 514 mit 55 PS Leistung treibt über ein mechanisches Vier-Gang-Getriebe die Hinterachse an. Über Stangen wird die Kraft dann auch auf die vordere Achse übertragen. So kommen die Loks mit einem Dienstgewicht von 14 Tonnen auf die größte zulässige Geschwindigkeit von 15 Km/h. Die Lokomotive wurde in großer Stückzahl in unterschiedlichen Spurweiten gebaut und fand weltweite Verbreitung. Einfacher Aufbau und Robustheit bescherten den Lokomotiven oftmals einen sehr langen Einsatzzeitraum. Auch heute sind diese Loks zum Teil noch im Einsatz anzutreffen. Als KS 55 B fand die Konstruktion unverändert Eingang in das Typenprogramm 1959.

Für die Typenbezeichnung der Loks wurde die Motorbezeichnung herangezogen, der bei KHD A4L 514 R bedeutete A = Fahrzeugmotor (Viertakt), 4 = Zylinderzahl, L = luftgekühlt, 5 = fünfte Ausführung des Motors, 14 = Kolbenhub des Motors in cm, R = regelspurige Rangierlok.

TECHNISCHE DATEN:
Baujahre: 1950 - 1960
gebaute Stückzahl: 175
Spurweite: 1.435 mm
Achsfolge: B-dm
Länge über Puffer: 5.730 mm
Achsstand: 2.500 mm
Raddurchmesser  850 mm (neu)
Breite: 2.538 mm
Höhe über SOK: 3.017 mm
Dienstgewicht:14 t
Achslast: 7 t
Höchstgeschwindigkeit:  15 km/h
Motorbauart: luftgekühlter 4-Zylinder / 4-Takt / Reihendieselmotor
Dieselmotortyp: Deutz A4L 514
Motorhubraum: 5,3 l 
Motorleistung: 55 PS (40,5 kW)
Nenndrehzahl: 1.500 U/min
Getriebe: mechanisches Deutz Vierganggetriebe
Anfahrzugkraft:  3.460 kg / 34,6 kN
Die DEUTZ 56422 eine Deutz vom Typ A4L 514 R vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V. am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl. Die Lok wurde 1956 von der Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln unter der Fabriknummer 56422 gebaut und an Firma RöRo - Röhren- und Roheisen-Großhandel GmbH in Düsseldorf-Lierenfeld geliefert. Die Firma wurde mehrmals umbenannt, Eisenhandelsgesellschaft Richard Auffermann KG, Heinrich August Schulte Eisen AG, Thyssen Röhrenhandel GmbH und zuletzt in Thyssen Stückblechkontor GmbH, aber die Lok blieb jeweils dort. Im Jahr 2000 ging sie dann ans EHEH - Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e. V.. Die Deutz A4L 514 R, für den leichten Rangierdienst vorgesehene Lokomotive, war der Nachfolger der erfolgreichen Vorkriegstype OMZ 122 R. Die Type ist eine der kleinsten nach dem Zweiten Weltkrieg von KHD gebauten Lokomotiven. Ein luftgekühlter Deutz 4-Zylinder-4Takt-Dieselmotor vom Typ A4L 514 mit 55 PS Leistung treibt über ein mechanisches Vier-Gang-Getriebe die Hinterachse an. Über Stangen wird die Kraft dann auch auf die vordere Achse übertragen. So kommen die Loks mit einem Dienstgewicht von 14 Tonnen auf die größte zulässige Geschwindigkeit von 15 Km/h. Die Lokomotive wurde in großer Stückzahl in unterschiedlichen Spurweiten gebaut und fand weltweite Verbreitung. Einfacher Aufbau und Robustheit bescherten den Lokomotiven oftmals einen sehr langen Einsatzzeitraum. Auch heute sind diese Loks zum Teil noch im Einsatz anzutreffen. Als KS 55 B fand die Konstruktion unverändert Eingang in das Typenprogramm 1959. Für die Typenbezeichnung der Loks wurde die Motorbezeichnung herangezogen, der bei KHD A4L 514 R bedeutete A = Fahrzeugmotor (Viertakt), 4 = Zylinderzahl, L = luftgekühlt, 5 = fünfte Ausführung des Motors, 14 = Kolbenhub des Motors in cm, R = regelspurige Rangierlok. TECHNISCHE DATEN: Baujahre: 1950 - 1960 gebaute Stückzahl: 175 Spurweite: 1.435 mm Achsfolge: B-dm Länge über Puffer: 5.730 mm Achsstand: 2.500 mm Raddurchmesser 850 mm (neu) Breite: 2.538 mm Höhe über SOK: 3.017 mm Dienstgewicht:14 t Achslast: 7 t Höchstgeschwindigkeit: 15 km/h Motorbauart: luftgekühlter 4-Zylinder / 4-Takt / Reihendieselmotor Dieselmotortyp: Deutz A4L 514 Motorhubraum: 5,3 l Motorleistung: 55 PS (40,5 kW) Nenndrehzahl: 1.500 U/min Getriebe: mechanisches Deutz Vierganggetriebe Anfahrzugkraft: 3.460 kg / 34,6 kN
Armin Schwarz

Der restaurierte historische DRG Meßwagen für Schwingungsuntersuchungen Lokmotivversuchsabteilung Grunewald, (Berlin) Bln 700 587, vom berühmten Lokomotiv- Versuchsamtes (LVA) in Berlin Grunewald, am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V..

Bei dem Wagen handelt es sich um einen 1928 von der Sächsischen Waggonfabrik Werdau gebauten Wagen, der von der Lokomotivversuchsabteilung Grunewald für lokomotivtechnische Untersuchungen genutzt wurde. Die Arbeiten wurden im Rahmen des Förderprogramms „Verkehrshistorische Kulturgüter“ durch die NRW-Landesregierung gefördert.

Ursprünglich war der Wagen 1928 von der Sächsischen Waggonfabrik Werdau (die im gleichen Jahr mit Linke-Hofmann-Busch fusionierte) als Packwagen Pw4ü-28  Ost 90203, ein genieteter Einheitsschnellzugwagen (Ganzstahlwagen der Bauart 28), für die DRG gebaut worden. Aber bereits 1930 wurde er zum Meßwagen für Lauf- und Schwingungsforschung 105 136 Ost, für das Lokomotiv-Versuchsamt Grunewald (LVA) umgebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das LVA in der Bundesrepublik Deutschland zunächst in Göttingen als Bundesbahn-Zentralamt (BZA), später in Minden sowie in München fortgesetzt. Der Meßwagen (der Gattung Dienst4ü) wurde 1934 zum DRB Bln 700587 (Berlin 700 587) umgezeichnet. 

Dieser Wagen verblieb nach dem Krieg im Westen und wurde so zum Meßwagen DB Han 729 031 der Deutschen Bundesbahn beim BZA Göttingen. Ab 1952 dann DB Han 5044 der Gattung Meßwagen 318 vom BZA Minden (Westf.), später 51 80 99-60 010-9 D-DB. Weitere Nummer, Bezeichnungen und Gattungen waren:
Köl 5406 Unterrichtswagen 338 bzw. Eignungstestwagen 348
60 80 99-69 901-9 D-DB Unterrichtswagen 338 beim Bww Köln-Deutzerfeld

So hatte der fast 100jährige Wagen ein bewegtes vielfältiges Leben, aktuell befindet er sich im Besitz nun vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl. Von Messeinrichtung ist im Wagen nichts mehr zu sehen, nur im Fußboden verlaufen noch viele Kabel. 

TECHNISCHE DATEN (laut Anschriften): 
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsanzahl: 4 (in 2 Drehgestellen)
Länge über Puffer: 19.680 mm 
Drehzapfenabstand: 12.360	mm
Achsabstand im Drehgestell: 3.600 mm  
Drehgestell Bauart: Drehgestelle Bauart Görlitz II
Eigengewicht: 39.200 kg 
Max. Zuladung: 9.500 kg
Tragfähigkeit: 10.000 kg

Die Drehgestelle der Bauart Görlitz II wurden 1925 von der damaligen Waggon- und Maschinenbau AG (WUMAG) in Görlitz ursprünglich für die Wagen des FD Rheingold entwickelt, um den Reisenden besondere Laufruhe zu bieten. Sie wurden später auch für die Schnellzugwagen der Bauart 28 verwendet. Der Achsstand beträgt wie beim Vorgänger (Görlitz I) 3.600 mm. Die Drehgestelle verfügen über Wiegen, die auf in Längsrichtung angeordneten Blattfedern gelagert sind, zudem verfügt die Bauart Görlitz II über eine zusätzliche Federung. Anfangs wurden Torsionsfedern, später (wie hier) Schraubenfedern verwendet.
Der restaurierte historische DRG Meßwagen für Schwingungsuntersuchungen Lokmotivversuchsabteilung Grunewald, (Berlin) Bln 700 587, vom berühmten Lokomotiv- Versuchsamtes (LVA) in Berlin Grunewald, am 26 Mai 2024 beim Lokschuppen Hochdahl vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.. Bei dem Wagen handelt es sich um einen 1928 von der Sächsischen Waggonfabrik Werdau gebauten Wagen, der von der Lokomotivversuchsabteilung Grunewald für lokomotivtechnische Untersuchungen genutzt wurde. Die Arbeiten wurden im Rahmen des Förderprogramms „Verkehrshistorische Kulturgüter“ durch die NRW-Landesregierung gefördert. Ursprünglich war der Wagen 1928 von der Sächsischen Waggonfabrik Werdau (die im gleichen Jahr mit Linke-Hofmann-Busch fusionierte) als Packwagen Pw4ü-28 Ost 90203, ein genieteter Einheitsschnellzugwagen (Ganzstahlwagen der Bauart 28), für die DRG gebaut worden. Aber bereits 1930 wurde er zum Meßwagen für Lauf- und Schwingungsforschung 105 136 Ost, für das Lokomotiv-Versuchsamt Grunewald (LVA) umgebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das LVA in der Bundesrepublik Deutschland zunächst in Göttingen als Bundesbahn-Zentralamt (BZA), später in Minden sowie in München fortgesetzt. Der Meßwagen (der Gattung Dienst4ü) wurde 1934 zum DRB Bln 700587 (Berlin 700 587) umgezeichnet. Dieser Wagen verblieb nach dem Krieg im Westen und wurde so zum Meßwagen DB Han 729 031 der Deutschen Bundesbahn beim BZA Göttingen. Ab 1952 dann DB Han 5044 der Gattung Meßwagen 318 vom BZA Minden (Westf.), später 51 80 99-60 010-9 D-DB. Weitere Nummer, Bezeichnungen und Gattungen waren: Köl 5406 Unterrichtswagen 338 bzw. Eignungstestwagen 348 60 80 99-69 901-9 D-DB Unterrichtswagen 338 beim Bww Köln-Deutzerfeld So hatte der fast 100jährige Wagen ein bewegtes vielfältiges Leben, aktuell befindet er sich im Besitz nun vom Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl. Von Messeinrichtung ist im Wagen nichts mehr zu sehen, nur im Fußboden verlaufen noch viele Kabel. TECHNISCHE DATEN (laut Anschriften): Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Achsanzahl: 4 (in 2 Drehgestellen) Länge über Puffer: 19.680 mm Drehzapfenabstand: 12.360 mm Achsabstand im Drehgestell: 3.600 mm Drehgestell Bauart: Drehgestelle Bauart Görlitz II Eigengewicht: 39.200 kg Max. Zuladung: 9.500 kg Tragfähigkeit: 10.000 kg Die Drehgestelle der Bauart Görlitz II wurden 1925 von der damaligen Waggon- und Maschinenbau AG (WUMAG) in Görlitz ursprünglich für die Wagen des FD Rheingold entwickelt, um den Reisenden besondere Laufruhe zu bieten. Sie wurden später auch für die Schnellzugwagen der Bauart 28 verwendet. Der Achsstand beträgt wie beim Vorgänger (Görlitz I) 3.600 mm. Die Drehgestelle verfügen über Wiegen, die auf in Längsrichtung angeordneten Blattfedern gelagert sind, zudem verfügt die Bauart Görlitz II über eine zusätzliche Federung. Anfangs wurden Torsionsfedern, später (wie hier) Schraubenfedern verwendet.
Armin Schwarz






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