Der detailgetreue Nachbau von 1912 der Dampflok BEUTH, die erste eigenständig in Deutschland entwickelte Dampflokomotive, ausgestellt im Deutschen Technikmuseum Berlin (bis 1996 Museum für Verkehr und
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Der detailgetreue Nachbau von 1912 der Dampflok BEUTH, die erste eigenständig in Deutschland entwickelte Dampflokomotive, ausgestellt im Deutschen Technikmuseum Berlin (bis 1996 Museum für Verkehr und Technik), hier am 22 September 2026.
Die von August Borsig 1844 konstruierte und in seine Borsigwerke in Berlin mit Werknummer 24 gebaute Lokomotive BEUTH gilt als die erste eigenständig in Deutschland entwickelte Dampflokomotive. Vorher baute Borsig Lokomotiven nach amerikanischen Vorbildern nach. Die Lok gewann ein Wettrennen gegen ein Modell von Stephenson mit etwa zehn Minuten Vorsprung und galt für die folgenden zehn Jahre als Prototyp schneller deutscher Lokomotivkonstruktionen. Eine angetriebene Achse und zwei Laufachsen (1A1) sowie ein Stehkessel sorgten für vergleichsweise hohe Geschwindigkeiten (von bis zu 42 km/h. Sie bekam ihren Namen nach dem Leiter der preußischen Gewerbeakademie Christian Peter Wilhelm Beuth, der August Borsig prophezeit hatte, dass aus ihm nie etwas werden würde. Ein detailgetreuer Nachbau der Lok aus dem Jahr 1912 ist heute im Deutschen Technikmuseum Berlin ausgestellt, die Original-Lokomotive wurde 1864 ausgemustert und verschrottet.
Die Adler, von der englischen Lokomotivfabrik Robert Stephenson & Co., war 1835 die erste funktionsfähige in Deutschland eingesetzte Dampflokomotive. Bereits 5 Jahre später (1840) baute Borsig die ersten Lokomotiven nach amerikanischen Vorbildern und ab 1844 nach eigenen Konstruktionen.
Konstruktionsmerkmale
Die BEUTH besitzt gegenüber dem ADLER außenliegende, größere Zylinder. Damit konnte auf eine aufwändig zu fertigende Kropfachse verzichtet werden. Die Treibstangen der Zylinder wirken direkt auf den in der Mitte liegenden Treibradsatz über exzentrisch in die Radsterne eingepresste Zapfen. Damit sind die Treibzapfen und Treibstangenlager mit höchsten Scherkräften auch zum Abschmieren und zur Kontrolle leichter zugänglich. Der höhere Dampfverbrauch des Antriebs erforderte einen leistungsstärkeren und größeren Dampfkessel in Form eines Lang- und eines Stehkessels mit hochliegendem Dampfdom. Dieser kuppelartige Stehkessel ist typisch für alle frühen Borsig-Konstruktionen wie die Borsig und die auf die Beuth folgende Borussia. Der hintere Laufradsatz unter dem offenen Führerstand der Beuth kommt bei vielen späteren Konstruktionen ebenfalls vor. Die Beuth ist damit eigentlich die erste in Serie produzierte Dampflokomotive mit klassischen Merkmalen, wie sie weltweit in fast allen späteren Konstruktionen Verwendung fanden.
Fertigung und Einsatz
Die Beuth wurde 1844 auf der Berliner Gewerbeausstellung gezeigt und dann von der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn eingesetzt. Diese Bauart wurde in insgesamt 71 Exemplaren bereits in einer Art Serie hergestellt und fand im gesamten norddeutschen Raum Verwendung. Die Weiterentwicklung der Beuth von Borsig ging als Borussia von 1844 z. B. auf der Köln-Mindener Eisenbahn in Betrieb.
TECHNISCHE DATEN (Original):
Baujahr: 1844
Ausmusterung: 1864
Hersteller: BORSIG GmbH in Berlin
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge: 1A1
Länge über Puffer (Lok und Tender): 11.530 mm
Achsabstand: 3.810
Treibraddurchmesser: 1.524 mm
Laufraddurchmesser vorn/hinten: 990 mm
Höchstgeschwindigkeit: 42 km/h
Dienstgewicht: 14,4 t
Leistung: 68 PS PS (50 kW)
Zylinderanzahl: 2 (Ø 330 mm x 559 mm Hub)
Kesselüberdruck: 5,5 bar
Rostfläche: 0,83 m²
Verdampfungsheizfläche: 46,56 m²
Gesamtheizfläche: 46,6 m²
Armin Schwarz 20.10.2026, 1 Aufrufe, 0 Kommentare
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