ex KBS 361 "Asdorftalbahn" (Kirchen-Freudenberg_Olpe)
Die Jung R 42 C ehemalige Werkslok Nr. 12 der Firma Gontermann-Peipers, ex SK 12 Siegener Kreisbahn, ex Lok 12 der Kleinbahn Weidenau-Deuz, hier am 28 Mai 2026 als Denkmallok in Kirchen/Sieg, gleich neben ihrer „Geburtsstätte“ der ehemalige Lokomotivfabrik Arnold Jung Jungenthal. Links in der Straße liegt noch ein letztes Stückchen der "Asdorftalbahn" - Bahnstrecke Kirchen - Freudenberg (ex KBS 361 / Streckennummer 2882).
Diese Jung R 42 C, die von der Gießerei Gontermann-Peipers GmbH, Siegen-Kaan-Marienborn an den Heimatverein Kirchen gestiftete Jung-Lok kehrte zu ihren Wurzeln nach Kirchen zurück und ist nun als Denkmal, gleich neben den Werkshallen der ehemaligen Lokfabrik Jung Jungenthal GmbH aufgestellt.
Die Lok vom Typ R 42 C wurde 1959 von der Firma Jung Jungenthal GmbH, Kirchen (Sieg) unter der Fabriknummer 13117 gebaut und an AB Industridiesel in Stockholm (ein Händler) geliefert. Sie wurde aber, aus unbekannten Gründen, 1960 wieder an Jung zurückgegeben, die sie dann an die Kleinbahn Weidenau-Deuz lieferte. Die Kleinbahn Weidenau-Deuz erhielt ebenso wie die Siegener Kreisbahn vier Lokomotiven und die Freien Grunder Eisenbahn in Herdorf eine, so dass nach der Fusion als Siegener Kreisbahn 1970 dort neun Lokomotiven verkehrten. Durch die Fusion zum 01.01.1970 wurde sie dann zur SK 12. Von 2000 bis 2002 war die Lok dann an die BLE - Butzbach-Licher Eisenbahn AG, Butzbach vernietet. Im Februar 2003 wurde sie dann an Gontermann-Peipers verkauft.
Die Jung R 42 C ist eine dieselhydraulische Lokomotive von der 32 Exemplaren von Arnold Jung Lokomotivfabrik in Jungenthal bei Kirchen/Sieg gebaut wurden. Sie war vor allem für den Rangiereinsatz im Werksdienst vorgesehen, ab 1955 wurde die R 42 C angeboten. Sieben Loks von diesem Typ gingen in den Wehrdienst, sie wurden zwischen 1956 und 1959 von der Bundeswehr beschafft und bei der Truppe unter der Versorgungsnummer 2210-12-120-7680 in den Bestand übernommen.
Die Achsfolge ist C, als Antrieb dient ein aufgeladener MAN-Motor W8V 17,5/22A (wassergekühlter 8 Zyl. Reihenmotor) mit einer Leistung von 440 PS bei 1100 U/min, dieser überträgt seine Leistung auf ein hydraulisches Voith-Turbo-Getriebe L 37 U, dieses wiederum auf eine hinten liegende Blindwelle, die die drei Achsen über Kuppelstangen antreibt. Diese Leistungssteigerung von 40 PS, gegenüber der R 40 C, machte den Einbau eines größeren Lüfters notwendig. Dieser ist am Lüftergitter auf dem Aufbau der dem Motor abgewandten Vorbau zu erkennen. Die Maschinen verfügen bei vergrößertem Raddurchmesser über einen verkürzten Radstand gegenüber der R 40 C.
TECHNISCHE DATEN:
Achsfolge: C
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 9.285 mm
Achsstand: 2 x 1.700 mm = 3.400 mm
Raddurchmesser: 1.100 mm
Breite: 3.120 mm
Höhe: 3.975 mm
Eigengewicht: 43.500 kg
Dienstgewicht: 45.000 kg
Motor: wassergekühlter 8-Zylinder 4-Takt MAN-Reihendieselmotor W 8 V 17,5/22 A mit Abgas-Turbolader
Hubraum: 42,32 Liter
Leistung: 324 kW (440 PS) bei 1.100 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h / im Rangiergang 25 km/h
Schaltgetriebe: Voith L37Ab
Wendegetriebe: Jung 420G
Bremse: Klotzbremse, an allen 6 Rädern
Betriebsbremse: K-GPmZ (einlösige Knorr-Bremse mit Zusatzbremse), pneumatisch, auf alle 6 Räder wirkend
Bremsgewicht: 40 t (P); 29 t (G)
Feststellbremse: Handrad, mechanisch, auf alle 6 Räder wirkend
Tankinhalt: 820 Liter (Diesel)
Sonstiges: Läutewerk, Sicherheitsfahrschaltung
Im deutschen Fahrzeugeinstellungsregister ist für die Jung R 42 C die Nummer 3942 vorgesehen, diese hier hat aber keine NVR-Nummer da sie nur auf dem Werkgleis fährt.
Durch das Läutewerk, das bei dem teilweisen Betrieb wie Straßenbahn bei der Siegener Kreisbahn, ständig läutete, wurde die Siegener Kreisbahn auch im Volksmund „Bimmelbahn“ genannt. Armin Schwarz
Ein letztes Stückchen der "Asdorftalbahn", der Bahnstrecke Kirchen - Freudenberg (ex KBS 361 / Streckennummer 2882), hier die Eisenbahnbrücke über das kleine Flüsschen Asdorf in Kirchen/Sieg nahe dem ehem. Anschluss der Arnold Jung Lokomotivfabrik am 28 Mai 2029. Danach wurde auf einer Steinbogenbrücke die Sieg überquert und 300 Meter weiter dann der Endbahnhof Kirchen/Sieg erreicht, wo sie dann an die Siegstrecke (KBS 460) anschoss.
Die Asdorftalbahn war eine rund 14 km lange, eingleisige, nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke von Kirchen(Sieg) im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz nach Freudenberg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen. Direkt nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Kirchen wurde die Sieg auf einer Steinbogenbrücke gequert. Kurz darauf wurde der Anschluss der Arnold Jung Lokomotivfabrik passiert. Von dort führte die Strecke durch bergiges Gelände nach Norden. An der Strecke lagen nicht nur ungewöhnlich viele Stationen, sondern darüber hinaus zahlreiche weitere Anschlussstellen, die im Güterverkehr bedient wurden. In Freudenberg ging die Strecke in die Bahnstrecke Finnentrop–Freudenberg über.
Armin Schwarz
Ein Teil der Hallen der ehemalige Lokomotivfabrik Arnold Jung Jungenthal, in Kirchen/Sieg hier am 28 Mai 2026. Rechts in der Straße liegt noch ein letztes Stückchen der "Asdorftalbahn" - Bahnstrecke Kirchen - Freudenberg (ex KBS 361 / Streckennummer 2882)....
Die letzte Lok (Fabriknummer 12 143) wurde 1987 gebaut, eine Pressluftgubenlok Pz 45. Insgesamt wurden mehr als 12.000 Lokomotiven gefertigt, unter anderem 1959 mit der 23 105 die letzte überhaupt an die DB gelieferte Neubaudampflok.
Gegründet wurde die Firma als Jung & Staimer OHG am 13. Februar 1885 von Arnold Jung und Christian Staimer. Am 3. September 1885 wurde die erste Lokomotive ausgeliefert. 1913 erfolgte die Umbenennung in Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal. 1976 wurde die Lokomotivproduktion zugunsten anderer Produkte wie Werkzeugmaschinen, Transportwagen, Panzerplatten, Kräne und Brückenausleger aufgegeben.
Die Produktion wurde am 30. September 1993 eingestellt, das Werk geschlossen. Die Jung-Jungenthal GmbH besteht jedoch weiterhin als „Jungenthal Wehrtechnik GmbH“, diese gehört seit 2007 zum Flensburger Fahrzeugbau. Auf dem Freigelände neben der Lokfabrik steht heute ein Lebensmitteldiscounter. Armin Schwarz
Das ehemalige Empfangsgebäude vom Bahnhof Kirchen an der Sieg am 09.10.2022 von der Gleisseite.
Der Bahnhof liegt an Strecken-km 120,7 der Siegstrecke (KBS 460) und war zudem früher Ausgangspunkt (km 0,0) der ehemaligen Asdorftalbahn (Bahnstrecke Kirchen - Freudenberg). Armin Schwarz
Zwei historische gedeckten Güterwagen 23 50 99 29 937-5 und 23 50 99 29 702-3 (Uk-qq/Privatwagen in Sonderbauform), Baujahr 1913, ehemaliger Privatwagen der Hüttenwerke Siegerland AG (später Hoesch Siegerlandwerke), Werk Wissen, am 31.05.2020 am ehemaligen Bahnhof Niederfischbach (Asdorftalbahn).
TECHNISCHE DATEN (laut Anschriften):
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsanzahl: 2
Länge über Puffer: 8.510 mm
Achsabstand: 3.900 mm
Ladefläche: 20 m²
Eigengewicht: 7.880 kg Armin Schwarz
Zurück zu den Ursprüngen bzw. neben ihrer „Geburtsstätte“....
Die Jung R 42 C ehemalige Werkslok Nr. 12 der Firma Gontermann-Peipers, ex Lok 12 der Kleinbahn Weidenau-Deuz, später SK 12 Siegener Kreisbahn, hier am 18.01.2015 als Denkmallok in Kirchen/Sieg.
Rechts in der Straße liegt noch ein letztes Stückchen der "Asdorftalbahn" - Bahnstrecke Kirchen - Freudenberg (ex KBS 361 / Streckennummer 2882)....
Die Asdorftalbahn war eine rund 14 km lange, eingleisige, nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke von Kirchen(Sieg) im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz nach Freudenberg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen. Armin Schwarz
Ein letztes Stückchen der "Asdorftalbahn" - Bahnstrecke Kirchen - Freudenberg (ex KBS 361 / Streckennummer 2882)....
Hier die Eisenbahnbrücke über die Asdorf in Kirchen/Sieg (20.07.2014)
Die Asdorftalbahn war eine rund 14 km lange, eingleisige, nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke von Kirchen(Sieg) im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz nach Freudenberg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen.
Direkt nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Kirchen wurde die Sieg auf einer Steinbogenbrücke gequert. Kurz darauf die Asdorf, und dann wurde der Anschluss der Arnold Jung Lokomotivfabrik passiert. Von dort führte die Strecke durch bergiges Gelände nach Norden. An der Strecke lagen nicht nur ungewöhnlich viele Bahnhöfe und Haltepunkte, sondern darüber hinaus zahlreiche weitere Anschlussstellen, die im Güterverkehr bedient wurden. In Freudenberg ging die Bahnstrecke in die Bahnstrecke Finnentrop–Freudenberg über. Armin Schwarz
Der ehemalige Bahnhof Freudenberg (Kr. Siegen) am 24.06.2012, hier die Ansicht von Nordosten.
Der Personenverkehrs am 28. Mai 1983 eingestellt, bis 1994 wurde noch Güterverkehr als Anschlussbahn betrieben.
Hier endete die 44km lang Bahnstrecke Finnentrop–Olpe-Freudenberg (KBS 442), eine eingleisige Nebenbahn von Finnentrop über Attendorn und Olpe nach Freudenberg. Die Strecke zwischen Olpe und Finnentrop wird heute noch als Biggesee-Express regelmäßig im SPNV befahren und ist noch ca. 24km lang.
Von Freudenberg ging die Strecke dann weiter als Asdorftalbahn (KBS 361) nach Kirchen(Sieg), eine rund 14 km lange Strecke. In Kirchen war somit der Anschluß an die Siegstrecke (KBS 460). Armin Schwarz
Der ehemalige Bahnhof Freudenberg (Kr. Siegen) am 24.06.2012, hier die Ansicht von Nordwesten.
Der Personenverkehrs am 28. Mai 1983 eingestellt, bis 1994 wurde noch Güterverkehr als Anschlussbahn betrieben.
Hier endete die 44km lang Bahnstrecke Finnentrop–Olpe-Freudenberg (KBS 442), eine eingleisige Nebenbahn von Finnentrop über Attendorn und Olpe nach Freudenberg. Die Strecke zwischen Olpe und Finnentrop wird heute noch als Biggesee-Express regelmäßig im SPNV befahren und ist noch ca. 24km lang.
Von Freudenberg ging die Strecke dann weiter als Asdorftalbahn (KBS 361) nach Kirchen(Sieg), eine rund 14 km lange Strecke. In Kirchen war somit der Anschluß an die Siegstrecke (KBS 460). Armin Schwarz
Hier kann man nur noch hin und her fahren: Die Lok 3 der IG Asdorftalbahn am 10.03.2012 in Niederfischbach beim ehem. Bahnhof (450m Gleis sind noch vorhanden). Die Lok ist eine Deutz Typ KS 55 B sie wurde 1958 unter der Fabriknummer 56858 für Steuler Industriewerke, Höhr-Grenzhausen gebaut. Der Motor vom Typ A4L 514 A hat eine Leistung von 55 PS, die Bauart ist B-dm. Armin Schwarz
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