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Der vierachsige meterspurige Mehrzweckwagen 05/13 (mit Einstiegshilfen für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder) der Gattung KB4 der Inselbahn Langeoog vom Eigenbetrieb der Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog am 13 Februar 2024 im Bahnhof Anleger Langeoog.
Der Wagen (wie der baugleiche Wagen 05/12) wurde 2005 von der FWM-Fahrzeugwerke Miraustrasse GmbH in Hennigsdorf gebaut und an die Inselbahn Langeoog geliefert.
TECHNISCHE DATEN der Mehrzweckwagen 05/12 und 05/13:
Spurweite: 1.000 mm
Achsanzahl: 4
Länge über Kupplung: 15.000 mm
Länge über Rahmen: 14.200 mm
Drehzapfenanstand: 8.970 mm
Achsabstand im Drehgestell: 1.800 mm
Laufraddurchmesser: 650mm (neu)
Breite: 2.550 mm
Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h
Eigengewicht: 15.800 kg
Sitzplätze: 28
Bremse: KE-P (D) Armin Schwarz
Der Denkmalwagen 63 109 ein vierachsiger schmalspuriger Drehgestell-Personenwagen mit zwei offenen Plattformen der 2. Wagenklasse DB 63109 der DB Fernverkehr AG (Wangerooger Inselbahn / SIW - Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge) am 14 März 2024 beim Fährterminal (ehem. Bahnhof) Harlesiel. Rechts davor ein zweiachsiger unbekannter Flachwagen.
Der Personenwagen wurde 1913 von der Düsseldorfer Eisenbahnbedarf AG, vorm. Carl Weyer & Cie. gebaut. Er war aber damals, für den raschen Fahrgastwechsel an den Anlegern, als Abteilwagen mit vielen Türen ausgeführt.
Lebenslauf:
1913 Auslieferung an GOE - Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahnen als „Oldenburg 9“
01.04.1920 DR - Deutsche Reichseisenbahnen „Oldenburg 9“
31.08.1924 DRG - Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft „Old 9“
01.01.1935 Umzeichnung in „Mst 9“
02.02.1937 DRB - Deutsche Reichsbahn „Mst 9“
1945 Abstellung, da schadhaft (ggf. d. Bombenangriff), Wagenkaten nicht wiederherstellbar.
07.09.1949 DB - Deutsche Bundesbahn „Mst 9“
31.12.1949 Ausmusterung
31.05.1950 Umbau durch BW Wangerooge „Mst 9“
Entfernung der beschädigten Seitenwände, Dachreparatur, neue Holzsitze. Nutzung als offener Sommerwagen.
14.11.1955 Umzeichnung in „Mst 18“
1956 z-Stellung
1959 Umbau durch das AW Limburg (Lahn)
Neuaufbau des Wagenkastens (in die heutige Form) mit Teilen des laufenden yg-Umbauwagenprograms. Umzeichnung wieder in DB „Mst 9“
1965 Umzeichnung in „Mst 109“
01.04.1972 Umzeichnung in „Han109“
1988 Umzeichnung in DB 63 109
1992 Abstellung (Überführung ins Raw Wittenberge)
1997 Aufstellung als Denkmal in Harlesiel
2007 Äußerliche Aufarbeitung in der aktuellen Farbgebung der Inselbahn
2008 Innerliche Aufarbeitung im aktuellen Design der Schiffe. 2 ½ Reihen der Sitzbänke sind erhalten geblieben, der übrige Bereich dient als Besprechungsraum für 8 bis 10 Personen.
TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.000 mm (Meterspur)
Anzahl der Achsen: 4 (2´2´)
Länge über Puffer: 12.100 mm
Drehzapfenabstand: 7.500 mm
Achsabstand: im Drehgestell: 1.300 mm
Breite: 2.650 mm
Höhe: 3.565 mm
Sitzplätze (vor Umbau): 48
Armin Schwarz
Der Denkmalwagen 63 109 ein vierachsiger schmalspuriger Drehgestell-Personenwagen mit zwei offenen Plattformen der 2. Wagenklasse DB 63109 der DB Fernverkehr AG (Wangerooger Inselbahn / SIW - Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge) am 14 März 2024 beim Fährterminal (ehem. Bahnhof) Harlesiel. Rechts davor ein zweiachsiger unbekannter Flachwagen.
Der Personenwagen wurde 1913 von der Düsseldorfer Eisenbahnbedarf AG, vorm. Carl Weyer & Cie. gebaut. Er war aber damals, für den raschen Fahrgastwechsel an den Anlegern, als Abteilwagen mit vielen Türen ausgeführt.
Lebenslauf:
1913 Auslieferung an GOE - Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahnen als „Oldenburg 9“
01.04.1920 DR - Deutsche Reichseisenbahnen „Oldenburg 9“
31.08.1924 DRG - Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft „Old 9“
01.01.1935 Umzeichnung in „Mst 9“
02.02.1937 DRB - Deutsche Reichsbahn „Mst 9“
1945 Abstellung, da schadhaft (ggf. d. Bombenangriff), Wagenkaten nicht wiederherstellbar.
07.09.1949 DB - Deutsche Bundesbahn „Mst 9“
31.12.1949 Ausmusterung
31.05.1950 Umbau durch BW Wangerooge „Mst 9“
Entfernung der beschädigten Seitenwände, Dachreparatur, neue Holzsitze. Nutzung als offener Sommerwagen.
14.11.1955 Umzeichnung in „Mst 18“
1956 z-Stellung
1959 Umbau durch das AW Limburg (Lahn)
Neuaufbau des Wagenkastens (in die heutige Form) mit Teilen des laufenden yg-Umbauwagenprograms. Umzeichnung wieder in DB „Mst 9“
1965 Umzeichnung in „Mst 109“
01.04.1972 Umzeichnung in „Han109“
1988 Umzeichnung in DB 63 109
1992 Abstellung (Überführung ins Raw Wittenberge)
1997 Aufstellung als Denkmal in Harlesiel
2007 Äußerliche Aufarbeitung in der aktuellen Farbgebung der Inselbahn
2008 Innerliche Aufarbeitung im aktuellen Design der Schiffe. 2 ½ Reihen der Sitzbänke sind erhalten geblieben, der übrige Bereich dient als Besprechungsraum für 8 bis 10 Personen.
TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.000 mm (Meterspur)
Anzahl der Achsen: 4 (2´2´)
Länge über Puffer: 12.100 mm
Drehzapfenabstand: 7.500 mm
Achsabstand: im Drehgestell: 1.300 mm
Breite: 2.650 mm
Höhe: 3.565 mm
Sitzplätze (vor Umbau): 48
Armin Schwarz
Der Denkmalwagen 63 109 ein vierachsiger schmalspuriger Drehgestell-Personenwagen mit zwei offenen Plattformen der 2. Wagenklasse DB 63109 der DB Fernverkehr AG (Wangerooger Inselbahn / SIW - Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge) am 14 März 2024 beim Fährterminal (ehem. Bahnhof) Harlesiel. Rechts davor ein zweiachsiger unbekannter Flachwagen.
Der Personenwagen wurde 1913 von der Düsseldorfer Eisenbahnbedarf AG, vorm. Carl Weyer & Cie. gebaut. Er war aber damals, für den raschen Fahrgastwechsel an den Anlegern, als Abteilwagen mit vielen Türen ausgeführt.
Lebenslauf:
1913 Auslieferung an GOE - Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahnen als „Oldenburg 9“
01.04.1920 DR - Deutsche Reichseisenbahnen „Oldenburg 9“
31.08.1924 DRG - Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft „Old 9“
01.01.1935 Umzeichnung in „Mst 9“
02.02.1937 DRB - Deutsche Reichsbahn „Mst 9“
1945 Abstellung, da schadhaft (ggf. d. Bombenangriff), Wagenkaten nicht wiederherstellbar.
07.09.1949 DB - Deutsche Bundesbahn „Mst 9“
31.12.1949 Ausmusterung
31.05.1950 Umbau durch BW Wangerooge „Mst 9“
Entfernung der beschädigten Seitenwände, Dachreparatur, neue Holzsitze. Nutzung als offener Sommerwagen.
14.11.1955 Umzeichnung in „Mst 18“
1956 z-Stellung
1959 Umbau durch das AW Limburg (Lahn)
Neuaufbau des Wagenkastens (in die heutige Form) mit Teilen des laufenden yg-Umbauwagenprograms. Umzeichnung wieder in DB „Mst 9“
1965 Umzeichnung in „Mst 109“
01.04.1972 Umzeichnung in „Han109“
1988 Umzeichnung in DB 63 109
1992 Abstellung (Überführung ins Raw Wittenberge)
1997 Aufstellung als Denkmal in Harlesiel
2007 Äußerliche Aufarbeitung in der aktuellen Farbgebung der Inselbahn
2008 Innerliche Aufarbeitung im aktuellen Design der Schiffe. 2 ½ Reihen der Sitzbänke sind erhalten geblieben, der übrige Bereich dient als Besprechungsraum für 8 bis 10 Personen.
TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.000 mm (Meterspur)
Anzahl der Achsen: 4 (2´2´)
Länge über Puffer: 12.100 mm
Drehzapfenabstand: 7.500 mm
Achsabstand: im Drehgestell: 1.300 mm
Breite: 2.650 mm
Höhe: 3.565 mm
Sitzplätze (vor Umbau): 48
Armin Schwarz
Westanleger Wangerooge am 12 März 2024
Nun sind die Fahrgäste und auch die Gepäckcontainer auf der Fähre MS "Harlingerland", die noch hinten am Anleger liegt. Die DB 399 108-0 (98 80 3399 108-0 D-DB) der Wangerooger Inselbahn hatte zur die Fahrgäste und die Gepäckcontainer vom Bahnhof Wangerooge gebracht.
Armin Schwarz
Die DB 399 108-0 (98 80 3399 108-0 D-DB) der Wangerooger Inselbahn rangiert am 12 März 2024 am Westanleger Wangerooge, an den nun leeren Personenzug (5 Wagen sowie zwei Flachwagen für Gepäckcontainern) heran.
Die meterspurige Lok wurde 1999 von SCHÖMA - Christoph Schöttler Maschinenfabrik GmbH in Diepholz unter der Fabriknummer 5600 für die Inselbahn Wangerooge der Deutsche Bahn AG gebaut und geliefert.
Armin Schwarz
Der vierachsige meterspurige Personenwagen 94/04 (Sitzwagen) der Gattung KB4 der Inselbahn Langeoog vom Eigenbetrieb der Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog am 13 Februar 2024 im Insel Bahnhof Langeoog (im Ort Langeoog).
Der Wagen wurde von der Bremer Waggonbau GmbH 1994/95 gebaut. Die Serie für Inselbahn Langeoog bestand aus 10 Personen- und 1 Containertragwagen. Mit diesen elf neu gebauten Wagen für die Inselbahn Langeoog endete die Geschichte der Bremer Waggonbau GmbH, sie ging anschließend in Insolvenz, aber nicht wegen der Inselbahn.
TECHNISCHE DATEN der Sitzwagen 94/01 bis 94/08:
Spurweite: 1.000 mm
Achsanzahl: 4
Länge über Kupplung: 15.000 mm
Länge über Rahmen: 14.200 mm
Drehzapfenanstand: 8.970 mm
Achsabstand im Drehgestell: 1.800 mm
Laufraddurchmesser: 650mm (neu)
Breite: 2.550 mm
Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h
Eigengewicht: 14.500 kg
Sitzplätze: 62
Für interessierte im Anhang eine etwas längere Beschreibung der Wagen:
Die Fahrzeugrahmen bestehen aus handelsüblichen U- und Winkelprofilen der Stahlgüte St 52-3, die miteinander verschweißt wurden. Die Wagenkästen, die mit Edelstahlblechen außen verkleidet sind, wurden nicht als Ganzes auf den Fahrzeugrahmen aufgesetzt, sondern entstanden in einzelnen Segmenten, die dann auf den Rahmen aufgesetzt und angepasst wurden, dann wurden sie auf diesen verschweißt. Zusammen mit dem ebenfalls aus Edelstahl bestehenden Dach bilden Fahrzeugrahmen und Aufbau eine sehr verwindungssteife Einheit. Der Grund der Verwendung von Edelstahl ist die salzhaltige Luft an der Nordsee, normaler Baustahl oxidierend (rostet) hier viel schneller. Bevor die ersten Lackierarbeiten ausgeführt wurden, sind die auch aus Edelstahl bestehenden Bühnengeländer montiert worden, die gleichzeitig als Regenfallrohre für das Wagendach dienen. Die Edelstahlbleche des Wagenkastens wurden von innen und außen gesandstrahlt, um eine bessere Haftung für den Farbaufbau zu erreichen.
Besonderer Wert wurde auf den Korrosionsschutz der Wagen gelegt, damit sie möglichst lange dem rauen Nordseeklima widerstehen können, Zur Minderung des Körperschalls wurde im Wageninnern Antidröhn-Masse aufgetragen und der Wagen mit Isolierungsmaterial ausgekleidet. Der Fußboden ist zweischalig ausgeführt und kann deshalb einen breiten Kabelkanal aufnehmen, in dem alle wichtigen Kabelverbindungen zusammengefasst sind. Die elektrische Ausrüstung der Wagen lieferte und montierte die Fa, Pintsch-Bamag, Alle Wagen sind mit einer elektrischen Heizung, einer Lautsprecheranlage und einer elektrischen Beleuchtung ausgestattet, Die beiden Mehrzweckwagen verfügen zudem über elektrisch ausfahrbare Laderampen für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen usw.. Solange die Rampe ausgefahren ist, läßt sich aus Sicherheitsgründen der Zug nicht in Bewegung setzen. Für den Lokführer sind entsprechende Warnlampen auf dem Bedienungspult der Lok angebracht.
Nach dem Lackieren der Wagen mit einem seewasserbeständigen Farbsystemen und drr zuvor erfolgten Montage den genieteten Flacheisen (als Verzierung) außen am Wagenkasten wurden die isolierverglasten, getönten und druckdichten Fenster eingebaut. Die zahlreichen Abdeckleisten und die Holzlattensitzbänke wurden aus Eschenholz gefertigt und klarlackiert. Der Wagenboden ist mit einem bräunlich marmorierten PVC-Bodenbelag ausgestattet.
Eine technische Besonderheit stellen die neuentwickelten Drehgestelle dar. Ihre Rahmen wurden aus einzelnen vorgeformten Blechteilen zu einem verwindungssteifen Hohlkasten verschweißt. Aufgrund der örtlichen Gegebenheit war eine besonders niedrige Drehgestellbauart erforderlich, außerdem wurde großer Wert auf einen möglichst geringen Wartungsaufwand gelegt, Die Radsätze sind deshalb mit Megi-Federn im Drehgestellrahmen abgefedert. Einen geringen Wartungsaufwand verspricht man sich auch von den vom Lkw-Anhängerbau bekannten Drehkränzen, die anstelle der im Eisenbahnfahrzeugbau üblichen Drehzapfen mit seitlicher Wagenkastenabstützung zum Einbau gelangt sind. Der Drehkranz ist fest mit dem Fahrzeugrahmen verschraubt und über eine Traverse gelenkig auf dem Drehgestell befestigt. Die gelenkige Traverse, war erst nicht vorgesehen, aber man musste feststellen das man sie für eine sichere Spurführung braucht.
Alle 11 Wagen sind mit einer Feststeilbremse und 5 mit einer zusätzlichen Druckluftbremse ausgerüstet (Wagen 94/06 bis 10), Dabei ist jeweils nur ein Radsatz und nur in einem Drehgestell pro Wagen über eine Scheibenbremse abgebremst, Das so erzielte Bremsgewicht von 7 t reicht unter den betrieblichen und topographischen Verhältnissen der Inselbahn wohl aus. Die Feststeilbremse wird mit einem Handrad betätigt, das auf einer der offenen Bühnen montiert ist. Mit dem Drehen des Handrades wird aber kein Bremsgestänge in Bewegung gesetzt, sondern ein ausgeklügelter Bowdenzug-Mechanismus betätigt direkt die Bremszange an der Bremsscheibe.
Die Radsätze haben einen Laufkreisdurchmesser von 650 mm und sind mit Kegelrollenlagern ausgestattet, Die Radsätze wurden von SCHÖMA komplett gefertigt, mit montierten Achslagern und an die Bremer Waggonbau geliefert und dort in die vorbereiteten Drehgestellrahmen eingebaut.
Auch wenn nicht alle Wagen fertig waren, ließ die Inselbahn Langeoog Anfang Februar 1995 alles aus Bremen abtransportieren was mit ihren neuen angelieferten Loks zu tun hatte. Aber auch der Konkurs der Bremer Waggonbau GmbH zeichnete sich wohl schon stärker ab, als es mancher wahrhaben wollte. Den wenn die Insolvenz angemeldet ist kann keiner mehr einfach seine Ware abholen. Daher gelangten die beiden Mehrzweck- und der Containertragwagen unvollendet nach Langeoog.
Alle 10 Wagen wurden der Urlaubsstimmung der Fahrgäste entsprechend farbenfroh gestaltet.
Für Fachleute nachfolgend Aufstellung der jeweiligen Wagenkasten-Grundfarben sowie der Zierlinien und der Rahmen mit Angabe der RAL –Nummern, sie kann einen Eindruck vom Erscheinungsbild der Zuggarnitur vermitteln:
94/01: Himmelblau/Enzianbiau (5015/5010),
94/02: Enzianblau/Himme!biau (5010/5015),
94/03: Chromgelb/Gelborange (1007/2000),
94/04: Gelbgrün/Grasgrün (6018/6010),
94/05: Grasgrün/Gelbgrün (6010/6018),
94/06: Kadmiumgelb/Braunbeige (1021/1011),
94/07: Verkehrspurpur/Blaulila (4006/4005),
94/08: Kadmiumgelb/Braunbeige (1021/1011),
94/09: Blutorange/Tomatenrot (2002/3013).
94/10: Blutorange/Tomatenrot (2002/3013),
94/11: Orange (RAL 2000)
Armin Schwarz
Der vierachsige meterspurige Personenwagen 94/04 (Sitzwagen) der Gattung KB4 der Inselbahn Langeoog vom Eigenbetrieb der Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog am 13 Februar 2024 im Insel Bahnhof Langeoog (im Ort Langeoog).
Der Wagen wurde von der Bremer Waggonbau GmbH 1994/95 gebaut. Die Serie für Inselbahn Langeoog bestand aus 10 Personen- und 1 Containertragwagen. Mit diesen elf neu gebauten Wagen für die Inselbahn Langeoog endete die Geschichte der Bremer Waggonbau GmbH, sie ging anschließend in Insolvenz, aber nicht wegen der Inselbahn.
TECHNISCHE DATEN der Sitzwagen 94/01 bis 94/08:
Spurweite: 1.000 mm
Achsanzahl: 4
Länge über Kupplung: 15.000 mm
Länge über Rahmen: 14.200 mm
Drehzapfenanstand: 8.970 mm
Achsabstand im Drehgestell: 1.800 mm
Laufraddurchmesser: 650mm (neu)
Breite: 2.550 mm
Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h
Eigengewicht: 14.500 kg
Sitzplätze: 62
Für interessierte im Anhang eine etwas längere Beschreibung der Wagen:
Die Fahrzeugrahmen bestehen aus handelsüblichen U- und Winkelprofilen der Stahlgüte St 52-3, die miteinander verschweißt wurden. Die Wagenkästen, die mit Edelstahlblechen außen verkleidet sind, wurden nicht als Ganzes auf den Fahrzeugrahmen aufgesetzt, sondern entstanden in einzelnen Segmenten, die dann auf den Rahmen aufgesetzt und angepasst wurden, dann wurden sie auf diesen verschweißt. Zusammen mit dem ebenfalls aus Edelstahl bestehenden Dach bilden Fahrzeugrahmen und Aufbau eine sehr verwindungssteife Einheit. Der Grund der Verwendung von Edelstahl ist die salzhaltige Luft an der Nordsee, normaler Baustahl oxidierend (rostet) hier viel schneller. Bevor die ersten Lackierarbeiten ausgeführt wurden, sind die auch aus Edelstahl bestehenden Bühnengeländer montiert worden, die gleichzeitig als Regenfallrohre für das Wagendach dienen. Die Edelstahlbleche des Wagenkastens wurden von innen und außen gesandstrahlt, um eine bessere Haftung für den Farbaufbau zu erreichen.
Besonderer Wert wurde auf den Korrosionsschutz der Wagen gelegt, damit sie möglichst lange dem rauen Nordseeklima widerstehen können, Zur Minderung des Körperschalls wurde im Wageninnern Antidröhn-Masse aufgetragen und der Wagen mit Isolierungsmaterial ausgekleidet. Der Fußboden ist zweischalig ausgeführt und kann deshalb einen breiten Kabelkanal aufnehmen, in dem alle wichtigen Kabelverbindungen zusammengefasst sind. Die elektrische Ausrüstung der Wagen lieferte und montierte die Fa, Pintsch-Bamag, Alle Wagen sind mit einer elektrischen Heizung, einer Lautsprecheranlage und einer elektrischen Beleuchtung ausgestattet, Die beiden Mehrzweckwagen verfügen zudem über elektrisch ausfahrbare Laderampen für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen usw.. Solange die Rampe ausgefahren ist, läßt sich aus Sicherheitsgründen der Zug nicht in Bewegung setzen. Für den Lokführer sind entsprechende Warnlampen auf dem Bedienungspult der Lok angebracht.
Nach dem Lackieren der Wagen mit einem seewasserbeständigen Farbsystemen und drr zuvor erfolgten Montage den genieteten Flacheisen (als Verzierung) außen am Wagenkasten wurden die isolierverglasten, getönten und druckdichten Fenster eingebaut. Die zahlreichen Abdeckleisten und die Holzlattensitzbänke wurden aus Eschenholz gefertigt und klarlackiert. Der Wagenboden ist mit einem bräunlich marmorierten PVC-Bodenbelag ausgestattet.
Eine technische Besonderheit stellen die neuentwickelten Drehgestelle dar. Ihre Rahmen wurden aus einzelnen vorgeformten Blechteilen zu einem verwindungssteifen Hohlkasten verschweißt. Aufgrund der örtlichen Gegebenheit war eine besonders niedrige Drehgestellbauart erforderlich, außerdem wurde großer Wert auf einen möglichst geringen Wartungsaufwand gelegt, Die Radsätze sind deshalb mit Megi-Federn im Drehgestellrahmen abgefedert. Einen geringen Wartungsaufwand verspricht man sich auch von den vom Lkw-Anhängerbau bekannten Drehkränzen, die anstelle der im Eisenbahnfahrzeugbau üblichen Drehzapfen mit seitlicher Wagenkastenabstützung zum Einbau gelangt sind. Der Drehkranz ist fest mit dem Fahrzeugrahmen verschraubt und über eine Traverse gelenkig auf dem Drehgestell befestigt. Die gelenkige Traverse, war erst nicht vorgesehen, aber man musste feststellen das man sie für eine sichere Spurführung braucht.
Alle 11 Wagen sind mit einer Feststeilbremse und 5 mit einer zusätzlichen Druckluftbremse ausgerüstet (Wagen 94/06 bis 10), Dabei ist jeweils nur ein Radsatz und nur in einem Drehgestell pro Wagen über eine Scheibenbremse abgebremst, Das so erzielte Bremsgewicht von 7 t reicht unter den betrieblichen und topographischen Verhältnissen der Inselbahn wohl aus. Die Feststeilbremse wird mit einem Handrad betätigt, das auf einer der offenen Bühnen montiert ist. Mit dem Drehen des Handrades wird aber kein Bremsgestänge in Bewegung gesetzt, sondern ein ausgeklügelter Bowdenzug-Mechanismus betätigt direkt die Bremszange an der Bremsscheibe.
Die Radsätze haben einen Laufkreisdurchmesser von 650 mm und sind mit Kegelrollenlagern ausgestattet, Die Radsätze wurden von SCHÖMA komplett gefertigt, mit montierten Achslagern und an die Bremer Waggonbau geliefert und dort in die vorbereiteten Drehgestellrahmen eingebaut.
Auch wenn nicht alle Wagen fertig waren, ließ die Inselbahn Langeoog Anfang Februar 1995 alles aus Bremen abtransportieren was mit ihren neuen angelieferten Loks zu tun hatte. Aber auch der Konkurs der Bremer Waggonbau GmbH zeichnete sich wohl schon stärker ab, als es mancher wahrhaben wollte. Den wenn die Insolvenz angemeldet ist kann keiner mehr einfach seine Ware abholen. Daher gelangten die beiden Mehrzweck- und der Containertragwagen unvollendet nach Langeoog.
Alle 10 Wagen wurden der Urlaubsstimmung der Fahrgäste entsprechend farbenfroh gestaltet.
Für Fachleute nachfolgend Aufstellung der jeweiligen Wagenkasten-Grundfarben sowie der Zierlinien und der Rahmen mit Angabe der RAL –Nummern, sie kann einen Eindruck vom Erscheinungsbild der Zuggarnitur vermitteln:
94/01: Himmelblau/Enzianbiau (5015/5010),
94/02: Enzianblau/Himme!biau (5010/5015),
94/03: Chromgelb/Gelborange (1007/2000),
94/04: Gelbgrün/Grasgrün (6018/6010),
94/05: Grasgrün/Gelbgrün (6010/6018),
94/06: Kadmiumgelb/Braunbeige (1021/1011),
94/07: Verkehrspurpur/Blaulila (4006/4005),
94/08: Kadmiumgelb/Braunbeige (1021/1011),
94/09: Blutorange/Tomatenrot (2002/3013).
94/10: Blutorange/Tomatenrot (2002/3013),
94/11: Orange (RAL 2000)
Armin Schwarz
Der meterspurige bunte Zug der Inselbahn Langeoog, im Sandwich von zwei SCHÖMA Loks vom Typ CFL 250 DCL, hier vorne Lok 5 und am Zugschluss Lok 1, steht am 13 Februar 2024 beim Anleger Langeoog zur Abfahrt zum 2,6 km entfernten Insel-Bahnhof bereit.
Die Inselbahn Langeoog ist eine nicht elektrifizierte, meterspurige und eingleisige Schmalspurbahn auf der ostfriesischen Insel Langeoog. Sie wird vom Eigenbetrieb Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog betrieben. Die Inselbahn verbindet auf 2,6 Kilometer Länge den Fährhafen mit dem Ort Langeoog. Die Fahrzeit für die Strecke beträgt etwa sieben Minuten. Die Inselbahn Langeoog ist neben der Museumspferdebahn Spiekeroog die kürzeste der deutschen Inselbahnen und führt seit April 2008 nur noch Personenverkehr durch.
Seit 1995 verkehren im Regelpersonenverkehr zwei Sandwich-Wendezug-Garnituren, die beide seit 2005 über zwei Wagen mit Einstiegshilfen für Rollstühle und Kinderwagen verfügen. Diese befinden sich meist in der Mitte und am nördlichen Zugende, die Reihenfolge der übrigen Wagen und damit auch das farbliche Erscheinungsbild der Züge variiert bisweilen.
Seit April 2008 gibt es bei der Inselbahn Langeoog keinen Güterverkehr mehr. Er wird seitdem mit Elektrokarren auf der Straße durchgeführt. Die Beladung der hierfür angeschafften Anhänger wird schon auf dem Festland vorgenommen, per Elektrokarren werden sie dann direkt zu ihrem Bestimmungsort gezogen, was das erneute Umladen am Bahnhof im Ort erspart. Die zwei Güterzugloks und die bis Anfang 2008 vorhandenen 23 Güterwagen wurden damit überflüssig. Die Güterwagen wurden zum größten Teil an Museen und Privatleute verkauft, die beiden Güterzugloks sind nur noch für die gelegentliche Beförderung von Gepäckzügen im Einsatz.
Armin Schwarz
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