El 2000 ADtranz der RWE Power AG (ex Rheinbraun) Fotos
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Die Tagebaulokomotive Adtranz - EL 2000 – 510 der RWE Power AG (ex Rheinbraun) kommt am 12 August 2026 bei Kerpen-Buir auf der Hambachbahn mit einen Braunkohle Selbstentladewagen Leerzug, von den Kraftwerken zum Tagebau Hambach.
Die RWE Power AG setzt zwei verschiedene Elektrolokomotiven ein - die zwischen 1954 und 1966 in großer Stückzahl durch verschiedene Hersteller (Henschel, Krauss-Maffei und Krupp) gelieferte Type EL 1 (aktuell 21 Fahrzeuge im Einsatzbestand), sowie die 1999 - 2000 vom Kasseler ADtranz-Werk in einer Stückzahl von zehn Maschinen gelieferte EL 2000. Die RWE Lok 510 wurde 2000 ADtranz (ABB Daimler Benz Transportation Adtranz) unter der Fabriknummer 33327 gebaut und an die Rheinbraun AG geliefert. Bei RWE Power hat sie zudem die Equip-Nr. 40043.
Adtranz EL 2000 sind die etwas stärkeren Nachfolger der EL 1 Lok, da diese in die Jahre gekommen waren (Bj1954 bis 1965), musste Ersatz beschafft werden. Die elektrischen Tagebaulokomotiven des Typs Adtranz EL 2000 sind typischerweise (wie auch die EL 1) mit einer robusten Mittelpufferkupplung mit breiter Aufschlagfläche ausgerüstet. Diese Spezialkupplung ist notwendig, um den harten Belastungen beim Verschieben schwerer Abraum- und Kohlezüge im rheinischen Braunkohlerevier standzuhalten. Markant ist neben der Kupplung das seitlich überkragende Führerhaus für eine bessere Streckensicht bei geschobenen Zügen. Auch die vielen Sandbehälter, je Seite sind es 8 Stück sind sehr auffällig. Neben den zwei Einholmstromabnehmer (im Tandem), besitzen die Tagebauloks seitliche Stromabnehmer, diese werden an der Verladestation (Kohlebunker) benötigt, damit die Waggons ohne störenden Fahrdraht beladen werden können.
Technik
Die Lokomotiven besitzen einen Führerstand auf einer Seite mit einem kleinen Vorbau davor. Der Führerstand ist über 1,3 m breiter als der Fahrzeugkasten. Dadurch kann die Lokomotiven auch im Betrieb mit dem Maschinenraum voran betrieben werden. Die der Fahrleitung entnommene Energie (6 kV 50 Hz) wird auf dem Fahrzeug in die für die Fahrmotoren (Typ: ABB 6 FRA 7072) geeigneten umgewandelt. Dies geschieht mittels Trafo, 4 QS-Steller, Spannungszwischenkreis und Wechselrichter. Die Fahrmotoren sind ähnlich denen der bekannten Doppel-Elektrolok „IORE“ der schwedischen Erzbahn LKAB Malmtrafik AB. Die Antriebsleistung von den Fahrmotoren wird jeweils über Tatzlager mit einer Übersetzung 6,266 : 1 auf die Antriebwellen (Radsatzwellen) übertragen. Daher sind dann auch die gewaltigen Zugkräfte möglich.
TECHNISCHE DATEN der Adtranz EL 2000:
Gebaute Anzahl: 10 Stück
Nummerierung: 501 bis 510
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge: Bo'Bo'
Länge über Puffer: 16.400 mm
Drehzapfenabstand: 8.200 mm
Achsabstand im Drehgestell: 2.700 mm
Treibraddurchmesser: 1.250 mm (neu)
Breite: 4.500 mm
Höhe: 4.075 mm (bei eingezogenem Stromabnehmer)
Eigengewicht: 140 t
Achslast: 35 t
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Stromsystem: 6 kV 50 Hz Einphasenwechselstrom
Dauerleistung: 2.800 kW
Anfahrzugkraft: 500 kN
Fahrmotoren: 4 Stück (Typ: ABB 6 FRA 7072) / je 227 A / je 714 kW
Antriebart: über Tatzlager mit einer Übersetzung 6,266 : 1
Stromübertragung: Oberleitung oder Seitenfahrleitung
Bremsen: Sab Wabco Druckluft-Klotzbremse, Federspeicher-Feststellbremse, Elektro-Bremse mit Stromrückspeisung in Fahrleitungsnetz.
Sicherheitseinrichtungen: SIFA, magnetische Zugbeeinflussung (MZ), mech. Fahrwegsicherung (Druckluft-Bruchrohre), Druckluftpfeife und elektrisches Läutwerk.
Nochmals meinen Dank an Herrn Thomas Nieß der RWE Power AG für die Zusendung von Technischen Daten der Loks und Wagen.
Der Eisenbahnbetrieb der RWE Power AG (ex Rheinbraun)
Auf einem 230 km langen Streckennetz, das auf den Hauptabfuhrstrecken für eine Achslast von 35 t ausgelegt ist, werden zu Spitzenzeiten die angeschlossenen Kraftwerke täglich mit 220.000 – 230.000 t Kohle (das entspricht ungefähr 170 Zugpaaren) versorgt. Allein das Kraftwerk Niederaußem verbraucht bis zu 90.000 t Kohle täglich.
Der Eisenbahnbetrieb hat 270 Mitarbeiter, davon 180 Lokführer. Bis zur Einstellung des Abraumbetriebes im Jahre 2001 standen für den Gesamtverkehr 54 Elektrolokomotiven zur Verfügung. Aktuell stehen 31 Elektrolokomotiven im Einsatz. 17 Dieselloks sind vorrangig für Infrastrukturinstandhaltung im Einsatz. Daneben werden sie für Übergabefahrten in das öffentliche Netz vorgehalten.
Es stehen 333 vierachsige Kohlewagen mit einem Gesamtgewicht ca. 120 t (bis 114 m³) und 140 achtachsige 96 m³ Abraumwagen mit einer Tragfähigkeit von 180 t zur Verfügung.
Für Bereisungszwecke steht ein MAN-Schienenbus zur Verfügung, der von der AKN stammt. Er erhielt von Nov. 2008 bis April 2010 in Delitzsch (EuroMaint) eine umfangreiche Aufarbeitung.
Hambachbahn
Die Hambachbahn ist eine Tagebau-Werksbahn der RWE Power (ex Rheinbraun) im Rheinischen Braunkohlerevier. Sie bindet den Tagebau Hambach an die Nord-Süd-Bahn an, über die die RWE-Kraftwerke in Niederaußem, Frimmersdorf und Neurath mit Braunkohle versorgt werden.
Die 1983 in Betrieb genommene Hambachbahn wird, wie auch die Nord-Süd-Bahn, elektrisch betrieben, jedoch als Besonderheit abweichend zum üblichen Bahnstrom mit Einphasenwechselstrom 6,6 kV und 50 Hz.
Die Streckenlänge in der Spurweite 1.435 mm (Normalspur), beträgt 21,00 Kilometer. Die beginnt beim Kohlebunker Hambach (Verladestation) und endet beim Stellwerk Fn in Bergheim-Auenheim, wo sie dann an die Nord-Süd-Bahn anschließt. Im Bereich des Kohlenbunkers des Tagebaus Hambach befindet sich eine Wendeschleife.
Im Rahmen der Erweiterung des Tagebaus Hambach wurde der Streckenverlauf zusammen mit der Bundesautobahn 4 um etwa drei Kilometer nach Süden verlegt und beide verlaufen seit September 2014 parallel zur Schnellfahrstrecke Köln–Aachen der Deutschen Bahn, es gibt jedoch keine direkte Verbindung zwischen den beiden Strecken. Die neue Strecke verläuft aus Landschafts- und Schallschutzgründen in einem etwa 8 bis 15 Meter tiefen Einschnitt im Gelände. Aber im Gegensatz zur deutlich vernehmbaren DB Hauptstrecke und zum sehr lauten Rauschen der Autobahn nähern sich die Braunkohlezüge kaum hörbar.
Armin Schwarz
Armin Schwarz
Die Tagebaulokomotive Adtranz - EL 2000 – 510 der RWE Power AG (ex Rheinbraun) kommt am 12 August 2026 bei Kerpen-Buir auf der Hambachbahn mit einen Braunkohle Selbstentladewagen Leerzug, von den Kraftwerken zum Tagebau Hambach.
Die RWE Power AG setzt zwei verschiedene Elektrolokomotiven ein - die zwischen 1954 und 1966 in großer Stückzahl durch verschiedene Hersteller (Henschel, Krauss-Maffei und Krupp) gelieferte Type EL 1 (aktuell 21 Fahrzeuge im Einsatzbestand), sowie die 1999 - 2000 vom Kasseler ADtranz-Werk in einer Stückzahl von zehn Maschinen gelieferte EL 2000. Die RWE Lok 510 wurde 2000 ADtranz (ABB Daimler Benz Transportation Adtranz) unter der Fabriknummer 33327 gebaut und an die Rheinbraun AG geliefert. Bei RWE Power hat sie zudem die Equip-Nr. 40043.
Adtranz EL 2000 sind die etwas stärkeren Nachfolger der EL 1 Lok, da diese in die Jahre gekommen waren (Bj1954 bis 1965), musste Ersatz beschafft werden. Die elektrischen Tagebaulokomotiven des Typs Adtranz EL 2000 sind typischerweise (wie auch die EL 1) mit einer robusten Mittelpufferkupplung mit breiter Aufschlagfläche ausgerüstet. Diese Spezialkupplung ist notwendig, um den harten Belastungen beim Verschieben schwerer Abraum- und Kohlezüge im rheinischen Braunkohlerevier standzuhalten. Markant ist neben der Kupplung das seitlich überkragende Führerhaus für eine bessere Streckensicht bei geschobenen Zügen. Auch die vielen Sandbehälter, je Seite sind es 8 Stück sind sehr auffällig. Neben den zwei Einholmstromabnehmer (im Tandem), besitzen die Tagebauloks seitliche Stromabnehmer, diese werden an der Verladestation (Kohlebunker) benötigt, damit die Waggons ohne störenden Fahrdraht beladen werden können.
Technik
Die Lokomotiven besitzen einen Führerstand auf einer Seite mit einem kleinen Vorbau davor. Der Führerstand ist über 1,3 m breiter als der Fahrzeugkasten. Dadurch kann die Lokomotiven auch im Betrieb mit dem Maschinenraum voran betrieben werden. Die der Fahrleitung entnommene Energie (6 kV 50 Hz) wird auf dem Fahrzeug in die für die Fahrmotoren (Typ: ABB 6 FRA 7072) geeigneten umgewandelt. Dies geschieht mittels Trafo, 4 QS-Steller, Spannungszwischenkreis und Wechselrichter. Die Fahrmotoren sind ähnlich denen der bekannten Doppel-Elektrolok „IORE“ der schwedischen Erzbahn LKAB Malmtrafik AB. Die Antriebsleistung von den Fahrmotoren wird jeweils über Tatzlager mit einer Übersetzung 6,266 : 1 auf die Antriebwellen (Radsatzwellen) übertragen. Daher sind dann auch die gewaltigen Zugkräfte möglich.
TECHNISCHE DATEN der Adtranz EL 2000:
Gebaute Anzahl: 10 Stück
Nummerierung: 501 bis 510
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge: Bo'Bo'
Länge über Puffer: 16.400 mm
Drehzapfenabstand: 8.200 mm
Achsabstand im Drehgestell: 2.700 mm
Treibraddurchmesser: 1.250 mm (neu)
Breite: 4.500 mm
Höhe: 4.075 mm (bei eingezogenem Stromabnehmer)
Eigengewicht: 140 t
Achslast: 35 t
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Stromsystem: 6 kV 50 Hz Einphasenwechselstrom
Dauerleistung: 2.800 kW
Anfahrzugkraft: 500 kN
Fahrmotoren: 4 Stück (Typ: ABB 6 FRA 7072) / je 227 A / je 714 kW
Antriebart: über Tatzlager mit einer Übersetzung 6,266 : 1
Stromübertragung: Oberleitung oder Seitenfahrleitung
Bremsen: Sab Wabco Druckluft-Klotzbremse, Federspeicher-Feststellbremse, Elektro-Bremse mit Stromrückspeisung in Fahrleitungsnetz.
Sicherheitseinrichtungen: SIFA, magnetische Zugbeeinflussung (MZ), mech. Fahrwegsicherung (Druckluft-Bruchrohre), Druckluftpfeife und elektrisches Läutwerk.
Nochmals meinen Dank an Herrn Thomas Nieß der RWE Power AG für die Zusendung von Technischen Daten der Loks und Wagen.
Der Eisenbahnbetrieb der RWE Power AG (ex Rheinbraun)
Auf einem 230 km langen Streckennetz, das auf den Hauptabfuhrstrecken für eine Achslast von 35 t ausgelegt ist, werden zu Spitzenzeiten die angeschlossenen Kraftwerke täglich mit 220.000 – 230.000 t Kohle (das entspricht ungefähr 170 Zugpaaren) versorgt. Allein das Kraftwerk Niederaußem verbraucht bis zu 90.000 t Kohle täglich.
Der Eisenbahnbetrieb hat 270 Mitarbeiter, davon 180 Lokführer. Bis zur Einstellung des Abraumbetriebes im Jahre 2001 standen für den Gesamtverkehr 54 Elektrolokomotiven zur Verfügung. Aktuell stehen 31 Elektrolokomotiven im Einsatz. 17 Dieselloks sind vorrangig für Infrastrukturinstandhaltung im Einsatz. Daneben werden sie für Übergabefahrten in das öffentliche Netz vorgehalten.
Es stehen 333 vierachsige Kohlewagen mit einem Gesamtgewicht ca. 120 t (bis 114 m³) und 140 achtachsige 96 m³ Abraumwagen mit einer Tragfähigkeit von 180 t zur Verfügung.
Für Bereisungszwecke steht ein MAN-Schienenbus zur Verfügung, der von der AKN stammt. Er erhielt von Nov. 2008 bis April 2010 in Delitzsch (EuroMaint) eine umfangreiche Aufarbeitung.
Hambachbahn
Die Hambachbahn ist eine Tagebau-Werksbahn der RWE Power (ex Rheinbraun) im Rheinischen Braunkohlerevier. Sie bindet den Tagebau Hambach an die Nord-Süd-Bahn an, über die die RWE-Kraftwerke in Niederaußem, Frimmersdorf und Neurath mit Braunkohle versorgt werden.
Die 1983 in Betrieb genommene Hambachbahn wird, wie auch die Nord-Süd-Bahn, elektrisch betrieben, jedoch als Besonderheit abweichend zum üblichen Bahnstrom mit Einphasenwechselstrom 6,6 kV und 50 Hz.
Die Streckenlänge in der Spurweite 1.435 mm (Normalspur), beträgt 21,00 Kilometer. Die beginnt beim Kohlebunker Hambach (Verladestation) und endet beim Stellwerk Fn in Bergheim-Auenheim, wo sie dann an die Nord-Süd-Bahn anschließt. Im Bereich des Kohlenbunkers des Tagebaus Hambach befindet sich eine Wendeschleife.
Im Rahmen der Erweiterung des Tagebaus Hambach wurde der Streckenverlauf zusammen mit der Bundesautobahn 4 um etwa drei Kilometer nach Süden verlegt und beide verlaufen seit September 2014 parallel zur Schnellfahrstrecke Köln–Aachen der Deutschen Bahn, es gibt jedoch keine direkte Verbindung zwischen den beiden Strecken. Die neue Strecke verläuft aus Landschafts- und Schallschutzgründen in einem etwa 8 bis 15 Meter tiefen Einschnitt im Gelände. Aber im Gegensatz zur deutlich vernehmbaren DB Hauptstrecke und zum sehr lauten Rauschen der Autobahn nähern sich die Braunkohlezüge kaum hörbar.
Armin Schwarz
Armin Schwarz